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Symbolsuche - Die Ost-Berliner Zentrumsplanung zwischen Repräsentation und Agitation (Berliner Schriften zur Kunst)

Antragsteller Peter Müller
Fachliche Zuordnung Kunstgeschichte
Förderung Förderung von 2003 bis 2004
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5424104
 
Die Ost-Berliner Zentrumsplanung ist wie kein zweitesIdeenprojekt ostdeutscher Baupraxis geeignet, die Verzahnungvon Politik, Ideologie und Architektur in der DDR zuillustrieren. Die vorliegende Untersuchung erschließt dieHochhausentwürfe sowie die Pläne zur "sozialistischenUmgestaltung" des Bereichs zwischen Alexanderplatz undKupfergraben chronologisch (1950-1975) und macht derenVerbindung zu politischen und ökonomischen Entwicklungen derZeit deutlich. Auf der Basis zahlreicher, zumeistunpublizierter Quellenfunde im Bundes-, Landes- und inPrivatarchiven werden bekannte wie vergessene Entwürfeanalysiert, neu datiert und neu zugeschrieben. Derrichtungweisende "Zentrumswettbewerb" von 1958/59 kann erstmalsumfassend gewürdigt werden, nachdem für den entsprechendenWettbewerb West-Berlins seit 1990 eine eigene Publikationvorliegt. Über die Historiographie hinaus hinterfragt dieUntersuchung die Motive und Entscheidungszusammenhänge, die zurGenese, vor allem aber zum Wandel eines sozialistischenRepräsentationsstils führten. Die Beziehungen zwischen derpolitischen und architektionischen Entwicklung werdenbeispielhaft erkennbar, wobei sich die enge Beziehung derOst-Berliner zur West-Berliner Architekturentwicklung durch sobewährte Konstrukte wie "Fixierung und Abrgrenzung", "Bau undGegenbau" sowie "Bau und Überbau" erklären lässt. Da zahlreicheAktenfunde die Immanenz persönlicher und institutionellerEinflussnahme auf die Ost-Berliner Zentrumsplanung belegen,kann zudem der Mythos eines beziehungslos agierendenSED-Parteichefs widerlegt werden.
DFG-Verfahren Publikationsbeihilfen
 
 

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