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Die Pathogenese der chronischen Lebererkrankung bei Mukoviszidose

Antragstellerin Dr. Folke Ute Freudenberg
Fachliche Zuordnung Kinder- und Jugendmedizin
Förderung Förderung von 2004 bis 2006
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5426334
 
Die Mukoviszidose ("Cystische Fibrose", "CF"), eine autosomal rezessiv erbliche Erkrankung, ist die häufigste Stoffwechselkrankheit der weißen Bevölkerung Europas und der USA. Eine Mutation im sogenannten CFTR-Gen führt zu der Bildung von zähen Schleimsekreten in den sezernierenden Drüsen verschiedener Organe. Ein großes Problem bei der CF ist die bisher pathophysiologisch nicht geklärte Leberaffektion. Es wird vermutet, daß der CFTR-Defekt zu einer Veränderung des physiologischen Milieus und damit zur Präzipitation von Gallensalzen, folglich zur Cholestase und schließlich Leberfibrose und -zirrhose führt. Um diese Hypothese zu beweisen, werden in dem Forschungslabor von Prof. Dr. Carey (Harvard, Boston, USA) zwei Knock-out-Maus-Modelle mit unterschiedlichen CFTR-Mutationen herangezogen, anhand derer die pathophysiologischen Veränderungen in den Gallenwegen auf physikalisch-chemischer und molekularbiologischer Basis untersucht und möglicherweise beeinflußt werden sollen. Endziel dieser für zwei Jahre geplanten Arbeit ist es, durch medikamentöse Beeinflussung der pathophysiologischen Verhältnisse zu neuen therapeutischen Strategien beitragen zu können, die nach Übertragung auf den menschlichen Organismus die Progression der Lebererkrankung bei CF aufhalten können.
DFG-Verfahren Forschungsstipendien
 
 

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