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Zwischen Doppel-Adler und Schwarz - Rot - Gold. Russlanddeutsche Frauen in der Transformationsära
Antragstellerin
Dr. Iris Tschöpe
Fachliche Zuordnung
Politikwissenschaft
Förderung
Förderung von 2004 bis 2006
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5432068
Poststrukturalistische Wissenschaftlerinnen fordern "Geschlecht" als eine von mehreren Variablen des Subjekts zu sehen, welche in diskursiven Prozessen stetig neu konstruiert werden. Es gibt in osteuorpäischen Gesellschaften eine geschlechtsorientierte Hierarchie. Das Verhältnis von Ethnizität und Geschlecht war als Konstruktion in den Transformationsprozessen Veränderungen unterworfen. Der Integrationsprozess der russlanddeutschen Frauen in die Transformationsgesellschaft kann als Prozess der Vergeschlechtlichung und Ethnisierung charakterisiert werden. Geschlechterverhältnisse tangieren auch die Neukonstituierung nationaler Identitäten. Es handelt sich um den Versuch einer Synthese von Politologie; Gender- und Transformationsforschung. Die Vermittlung der Phänomene von Transformation, ethnischer Minderheit (Russlanddeutsche) und Genderzugehörigkeit (Frau) wird am Konzept der Zivilgesellschaft festgemacht. Für russlanddeutsche Frauen war nicht so sehr die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht, sondern zu einer ethnischen Minderheit identitätsstiftend. Es ergibt sich ein spezifisches Konstrukt von Geschlecht und Ethnizität. Wichtig für die Herausbildung der Zivilgesellschaft in Russland war und ist der feministische Diskurs. Es wirken regionale Identitätskonstruktionen. Das Ziel der Förderung besteht in dem Abschluss eines Habilitationsverfahrens.
DFG-Verfahren
Forschungsstipendien
