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Ich bin du, wenn ich ich bin. Subjektphilosophie im Gespräch mit Angela da Foligno und Caterina Fieschi da Genova
Antragstellerin
Katrin Bederna
Fachliche Zuordnung
Katholische Theologie
Förderung
Förderung in 2004
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5433242
Ziel der Dissertation ist es, die Werke der italienischen MystikerinnenAngela da Foligno (1248-1309) und Caterina Fieschida Genova (1447-1510) vor dem Hintergrund zeitgenössischer Subjektphilosophiezu erschließen und mit ihnen Anregungen für dieaktuelle philosophische Debatte um Alterität, Freiheit undLeiblichkeit des Menschen zu formulieren. Anstelle der vonSeiten der Neurobiologie propagierten und von diversen Fundamentalismenrealisierten Absetzung eines Subjekts soll so dessenUnbedingtheit und Verantwortlichkeit bedacht werden. Anstelleder zeitgenössischen Setzung des Subjekts in Rationalisierungder Lebenswelt, Konsumorientierung und medialer Selbstinszenierungist hingegen mit Angela und Caterina seine Endlichkeitund Verwiesenheit auf den Anderen zu betonen. Angelaund Caterina gehören - gemessen an Komplexität und Niveau ihrerWerke - in eine Reihe mit Mystikerinnen wie Hadewijch oderMechthild von Magdeburg, sind jedoch in philosophisch-systematischerPerspektive nur rudimentär erforscht. Im deutschenSprachraum sind weder ihre Werke noch die zahlreichen historischenund philologischen Forschungen zu diesen zugänglich. DieWerke Angelas und Caterinas werden hier deshalb durch inhaltlicheRekonstruktion, Forschungsüberblicke, Wiedergabe und Übersetzungder systematisch zentralen Passagen und mittels textnaherInterpretation dem deutschsprachigen Leser erstmals detailliertvorgestellt. Vorliegende Arbeit ist somit ein Beitragzur Subjektphilosophie, der zugleich Grundlagenmaterial fürweitere Forschungen zur italienischen Frauenmystik bereitstellt.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
