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Expression, Funktion und Regulation des neuen Peptidhormons Hepcidin
Antragsteller
Professor Dr. Hasan Kulaksiz
Fachliche Zuordnung
Gastroenterologie
Förderung
Förderung von 2004 bis 2012
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5438161
Dysfunktionen im Eisenstoffwechsel (z. B. chronische Eisenmangelanämien, Eisenspeicher-Erkrankungen wie Hämochromatose, Eisenverwertungsstörungen sowie Störungen des Eisenmetabolismus bei Infektionen und im Rahmen von Tumorerkrankungen) stellen wegen ihrer Häufigkeit, des ungeklärten Pathomechanismus und der fehlenden Therapiemöglichkeiten weltweit ein großes medizinisches Problem dar. Ein detailliertes Verständnis der Regulation des Eisenstoffwechsels ist Voraussetzung für die Entwicklung von Ansätzen in Therapie und Diagnostik dieser Erkrankungen. Im Jahre 2001 wurde das hepatische Peptidhormon Hepcidin entdeckt, das einen zentralen Regulator der Eisenresorption im Darm darstellt. Hepcidin interagiert offensichtlich mit dem im Jahre 2004 entdeckten Protein Hemojuvelin, dessen Verlust zu einer Eisenüberladung mit dem Krankheitsbild der Hämochromatose führt. Im vorliegenden Projekt sollen beide Moleküle im Eisenstoffwechsel funktionell charakterisiert und deren Interaktion analysiert werden. Aus diesen Versuchen erwarten wir wertvolle Erkenntnisse über den Mechanismus der Eisenstoffwechsel-Regulation, die direkte Relevanz für die Diagnostik und Therapie von Störungen im Eisenmetabolismus haben können.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
