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Frauen-Rechtsorganisationen und geschlechtsspezifische Gewalt in Südafrika
Antragstellerin
Dr. Rita Schäfer
Fachliche Zuordnung
Ethnologie und Europäische Ethnologie
Förderung
Förderung in 2005
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5441424
Mit dem Ende der Apartheid änderte sich die Ausrichtung dersüdafrikanischen Frauen-Rechtsorganisationen: So waren sie bisdahin Teil der Befreiungsbewegung und hatten die besondereProblemlage von Frauen dem allgemeinen Kampf gegen das Apartheid-Regime subordiniert. Seit der politischen Wende 1994konzentrieren sich die Organisationen auf frauenrechtliche Themen,wobei die geschlechtsspezifische Gewalt im Mittelpunktsteht. Denn Vergewaltigungen und häusliche Gewalt verhinderndie Umsetzung der neuen Frauenrechte und Gleichheitsgrundsätze.Diese Studie analysiert - aufbauend auf einer Feldforschung inSüdafrika (2000-2001) - anhand zahlreicher Beispiele, inwieweitFrauen-Rechtsorganisationen die gesellschaftlichen Veränderungenin Südafrika mitgestalten und welche strukturellen Hindernisseihre Arbeit beeinträchtigen. Indem diese Untersuchung diehistorischen Hintergründe und kulturellen Legitimationen unterschiedlichergeschlechtsspezifischer Gewaltformen beleuchtetund die Rechtsrealität von Frauen in verschiedenen sozialenMilieus analysiert, bietet sie neue Perspektiven für dieGender-Forschung, für die ethnologische Gewaltforschung und fürdie Rechtsethnologie.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
