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Existenz und Funktion des sozialen Milieus im Dritten Reich am Beispiel des ersten anthroposophisch heilpädagogischen Instituts "Lauenstein"

Fachliche Zuordnung Allgemeine und Historische Erziehungswissenschaft
Förderung Förderung von 2004 bis 2007
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 5443295
 
Das Forschungsvorhaben soll erstmals den Aktenbestand der ersten anthroposophisch orientierten heilpädagogischen Einrichtung erfassen und auswerten, die vor allem während der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland bestand. Nach einer quantitativen und qualitativen Auswertung der Daten und einer Rezeption der einschlägigen Archivdokumente und Literatur werden durch das Vorhaben neue Erkenntnisse im Hinblick auf die 'Euthanasie'-Problematik im Dritten Reich, die Handlungsstrategien jener anthroposophisch orientierten Einrichtung gegenüber Maßnahmen zur Vernichtung 'lebensunwerten Lebens' im besonderen und das Verhältnis von Nationalsozialismus und Anthroposophie im allgemeinen erwartet. Diese Einsichten in historische Zusammenhänge sollen theoretisch verwertbare Aussagen treffen lassen über den Umgang behinderter Menschen in totalitären politischen Systemen im Hinblick auf ihre gesellschaftliche Integration und Ausgrenzung, über die Handlungsfreiheit der Akteure in totalitären Systemen, die Legitimationsbedingungen dieser Systeme, über die mögliche Existenz sozialer Milieus und Nischen in der Gesellschaft sowie über die Bedingungen der Ausschließung bzw. Integration dieser Milieus in die Gesellschaft.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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