Project Details
Die Verteidigungsanlagen von al Andarin/Androna: Aufarbeitung der Befunde für die Endpublikation
Applicant
Professorin Dr. Christine Strube
Subject Area
Classical, Roman, Christian and Islamic Archaeology
Term
from 2005 to 2006
Project identifier
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 5452967
Die bisherigen Grabungen in Androna konzentrierten sich auf das Militärlager (Kastron) im Zentrum des Ortes, den inneren, aus Basalt, und den äußeren, aus Lehmziegeln errichteten Mauerring sowie einen Hauskomplex. Die Bearbeitung der Ergebnisse aus der Hausgrabung wird durch die Mitarbeiterin erfolgen, die alle bisherigen Sondagen geleitet hat und auch die noch folgenden leiten wird. Im Jahr 2004 wurden die Grabungsarbeiten im Kastron abgeschlossen und die Untersuchung der nicht zum Bau der Jahre 558/9 n.Chr. gehörenden Kirche in seinem Hof begonnen. Im Jahr 2005 kann die zeichnerische Aufnahme aller Befunde Kastrons, die für seine Dokumentation, Rekonstruktion und historische Auswertung wichtig sind, abgeschlossen werden. Im WS 2005/6 soll die Arbeit an der Endpublikation beginnen. Die Arbeiten zu den beiden Mauerringen werden im Jahr 2005 mit der Freilegung einer zweiten Toranlage des äußeren Mauerringes abgeschlossen. Der Kastron führt in seiner Architektur einerseits aus der Region heraus zur syrischen Metropole Antiochia und ist andererseits durch seine Bautechnik und die Vielfalt der Baumaterialien eng mit den beiden Mauerringen und der Hausarchitektur verbunden. Die beiden Mauerringe - grundverschieden in ihrer Gesamtanlage und Bautechnik - führen einerseits zu den ganz in Stein errichteten Verteidungsanlagen Nord- und Südsyriens und andererseits zu den weitgehend in Lehmziegeln errichteten Bauten des Euphratgebiets und der Wüstensteppen. Da die bisherigen Publikationen in Hauptfragen zur Architektur und Bautechnik des Kastrons wie der Mauerringe nicht weiterführen, sind weiterführende Einzelbeobachtung in ausgewählten Orten Nordssyriens und des Limes von Chalkis am Ende der Kampagne 2005 dringend erforderlich.
DFG Programme
Research Grants
