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FOR 5893:  Adaptionsprozesse von Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen (AdaptInfra)

Fachliche Zuordnung Geowissenschaften
Agrar-, Forstwissenschaften und Tiermedizin
Bauwesen und Architektur
Geisteswissenschaften
Medizin
Sozial- und Verhaltenswissenschaften
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 547031340
 
Ausgangspunkt von AdaptInfra ist die These, dass die Adaption von Infrastrukturen an sich verändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen eine notwendige Voraussetzung für die zukünftige Sicherung der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen ist. Infrastrukturen werden dabei als soziotechnische Systeme verstanden, die aus materiellen, institutionellen und Akteursdimensionen bestehen. Als Grundlage für die zukünftige Gestaltung adaptiver Infrastrukturen ist zunächst ein generisches konzeptionelles und empirisches Verständnis von Adaptionsprozessen in unterschiedlichen Infrastruktursystemen zu erarbeiten. Mit Blick auf die Besonderheiten ländlich-peripherer Räume setzt AdaptInfra sich daher zum Ziel, a) Adaptionsprozesse in Infrastruktursystemen zu beschreiben und zu erklären, b) die Adaptionsfähigkeit verschiedener Infrastrukturen zu bewerten und c) verallgemeinerbare Prinzipien für die Gestaltung adaptiver Infrastrukturen zu identifizieren. Der konzeptionelle Rahmen stützt sich auf ein soziotechnisches Verständnis von Infrastrukturen und eine systemdynamische Perspektive auf deren Adaption. Im Zentrum der Untersuchung stehen die besonderen Herausforderungen an die Entwicklung und Gestaltung von Infrastrukturen in ländlich-peripheren Räumen. Der Fokus liegt auf Infrastrukturen der Daseinsvorsorge, die die grundgesetzlich verankerte angemessene Teilhabe aller Individuen am gesellschaftlichen Leben im Sinne der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet sicherstellen sollen (vgl. Art 72, Abs. 2 GG). So zahlreich wie die Güter und Leistungen der menschlichen Grundversorgung, die die Daseinsvorsorge umfasst, sind auch die Infrastrukturen, die hierzu notwendige Voraussetzungen schaffen und Vorleistungen erbringen. Um trotz dieser Verschiedenheit zu verallgemeinerbaren Aussagen zu gelangen, werden im Rahmen von AdaptInfra Adaptionsprozesse verschiedener zentraler Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in sieben Teilprojekten auf der Basis eines innovativen und kohärenten Konzepts der Zusammenarbeit untersucht. Ein Syntheseprojekt, sowie die Untersuchung von Querschnittsaspekten sorgen für eine übergreifende Perspektive. Als regionales Beispiel werden Fallstudien in der Referenzregion Vorpommern mit ausgewählten Räumen in Deutschland und im Ostseeraum verglichen. Die Zusammenarbeit in AdaptInfra basiert auf disziplinären Kompetenzen in einzelnen Infrastruktursystemen, die durch langjährige Erfahrungen in interdisziplinärer Zusammenarbeit verbunden werden und in ein unterstützendes Umfeld an der Universität Greifswald eingebettet sind. Mit AdaptInfra werden exzellente Bedingungen für 10 Promovierende und ein Postdoc geschaffen, um interdisziplinär und wissenschaftlich wegweisend ein gesellschaftlich relevantes Thema zu erforschen.
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