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Sicherheit und Effektivität intravenöser Thrombolysetherapie in Patienten mit ischämischem Schlaganfall und kürzlicher Einnahme von direkten oralen Antikoagulanzien: DO-IT: Internationale DOAC Thrombolyse Studie
Antragsteller
Professor Dr. Jan Christoph Purrucker
Fachliche Zuordnung
Klinische Neurologie; Neurochirurgie und Neuroradiologie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 549542330
Eine der wirksamsten Behandlungen von Schlaganfällen, die durch Blutgerinnsel verursacht werden, sind gerinnselauflösende Medikamente, sogenannte intravenöse Thrombolyse (IVT), die den Blutfluss wiederherstellen und Hirnschäden verhindern können. Viele Schlaganfall-PatientInnen nehmen jedoch gerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulanzien) ein und erhalten derzeit keine IVT aufgrund von Bedenken wegen des potenziell erhöhten Blutungsrisikos bei diesen Patienten. Der Anteil der Schlaganfallpatienten, die Antikoagulanzien einnehmen, nimmt jedes Jahr zu und ist sehr häufig. Jüngste Forschungsergebnisse legen nahe, dass die IVT auch bei PatientInnen sicher ist, die Antikoagulanzien einnehmen und potentiell Behinderung verhindern kann. In der multizentrischen, randomisierten DO-IT Studie soll getestet werden, ob die IVT die funktionelle Unabhängigkeit von Schlaganfall-PatientInnen verbessern kann, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen. Nach der Einwilligungserklärung werden 906 PatientInnen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, mit einer 50:50- Chance auf entweder eine IVT oder die übliche Behandlung ohne IVT zu erhalten. Die PatientInnen werden danach 90 Tage lang beobachtet. Während dieser Zeit werden sie auf Blutungen überwacht und die Erholung gemessen. Wir gehen davon aus, dass Patienten, die eine IVT erhalten, eine höhere Chance haben wieder auf das Funktionsniveau vor dem Schlaganfall zurückzukehren, im Vergleich zu denen, die die Therapie nicht erhalten. Die RCT ist geplant als multinationale kollaborative Studie (Schweiz, Deutschland, Österreich und weitere Europäische Staaten), in diesem Antrag wird Funding für die Deutschen und Österreichischen Zentren beantragt. In Schweizer Zentren konnte Anfang 2025 mit der Rekrutierung bereits begonnen werden.
DFG-Verfahren
Klinische Studien
Mitverantwortlich
Professor Dr. Peter Ringleb
