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Besondere Sternentstehungsgebiete: Eine Möglichkeit, die Physik des interstellaren Mediums besser zu verstehen
Antragsteller
Dr. Igor Zinchenko
Fachliche Zuordnung
Astrophysik und Astronomie
Förderung
Förderung seit 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 550945879
Das Verständnis der physikalischen Prozesse und der chemischen Zusammensetzung von Sternentstehungsgebieten ist entscheidend für das Verständnis der Ursprünge und der Entwicklung von Galaxien, einschließlich unserer eigenen. Dieses Projekt zielt darauf ab, Sternentstehungsgebieten mit ungewöhnlichen Erregungsparametern und deren mögliche Auswirkungen auf die Entstehung und Entwicklung von Galaxien zu untersuchen. Obwohl diese Bedingungen die gegenwärtigen spektralen Datensätzen nicht dominieren, ist das Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen von entscheidender Bedeutung, um die Rolle der Sternentstehung und des Feedbacks bei der Galaxienbildung zu erläutern. Dies gilt insbesondere bei Galaxien mit niedriger Masse und höheren Rotverschiebungen. Um dieses Ziel zu erreichen, werde ich spektrale Daten von aktuellen und zukünftigen spektroskopischen Durchmusterungen wie SDSS-V/LVM, DESI, MaNGA und eCALIFA nutzen, um mehrere Schlüsselfragen zu beantworten. Diese Fragen beinhalten die Bestimmung der Prävalenz von Sternentstehungsgebieten mit ungewöhnlichen Erregungsparametern in Galaxien, die Identifizierung ihrer Ionisationsquellen, die Bewertung der chemischen Homogenität des interstellaren Mediums und die Untersuchung der Beziehung zwischen ungewöhnlichen Sternentstehungsgebieten und der galaktischen und extragalaktischen Umgebung ihrer Wirtsgalaxien. Da eine robuste Bestimmung des chemischen Gehalts entscheidend ist, um Sternentstehungsgebieten mit ungewöhnlichen Erregungsparametern zu identifizieren, werde ich eine neue vereinheitlichte Methode zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung in Sternentstehungsgebieten entwickeln. Diese Methode wird einen breiteren Parameterbereich abdecken als bestehende Methoden und auch Regionen mit ungewöhnlichen Erregungsparametern umfassen. Diese neue, robuste starke Linien-Methode wird für Untersuchungen mit aktuellen und zukünftigen spektroskopischen Instrumenten wie JWST/NIRSpec, BlueMUSE, ELT/HARMONI und WST wegweisend sein.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
