Detailseite
Projekt Druckansicht

Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion - Untersuchung additiver Wirkmechanismen der Pulmonalvenenisolation

Antragsteller Dr. Andreas Böhmer
Fachliche Zuordnung Anatomie und Physiologie
Kardiologie, Angiologie
Förderung Förderung seit 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 551271872
 
Dem avisierten Forschungsvorhaben liegt die Hypothese zugrunde, dass der Verbesserung von kardialer Funktion und Prognose bei Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz mit reduzierter systolischer LV-Funktion (primäre Endpunkte der CASTLE-AF und CASTLE-HTx Studien) mittels Pulmonalvenenisolation neben der dauerhaften Wiederherstellung des Sinusrhythmus erstens ein nach Transseptalpunktion bestehender, iatrogener atrialer Links-Rechts-Shunt mit hämodynamischer Entlastung des linken Ventrikels sowie zweitens eine günstige Modulation des autonomen kardialen Nervensystems zugrunde liegt. Zur Überprüfung dieser Hypothese soll auf das Herzinsuffizienz-Hundemodell der Arbeitsgruppe von Prof. Stanley Nattel (Montreal-Heart Institute, Kanada) zurückgegriffen werden, bei welchem eine Herzinsuffizienz mittels 2-wöchigem ventrikulärem Tachypacing induziert wird. Nach echokardiographisch bestätigter Induktion dieser erfolgen – in 3 Gruppen aufgeteilt – folgende Eingriffe: Gruppe 1 (n=10): Transseptalpunktion mit Pulmonalvenenisolation. Gruppe 2 (n=10): Transseptalpunktion ohne Pulmonalvenenisolation. Gruppe 3 (n=10): Placebountersuchung ohne Transseptalpunktion oder Pulmonalvenenisolation. 1 Woche im Anschluss an oben genannte Eingriffe erfolgen bei allen 3 Gruppen invasive hämodynamische Messungen (Bestimmung von Shuntvolumen und Ventrikelfüllungsdrücken), Echokardiographie (LVEF, ventrikuläre und atriale Volumina), elektrophysiologische Untersuchungen (Vorhofflimmerinduzierbarkeit) sowie histologische Untersuchungen (Quantifizierung und Charakterisierung von autonomem Eigenschaften und Veränderungen fibroblastischer Mitochondrien einschließlich Produktion reaktiver Sauerstoffspezies). Das Projekt soll unter Leitung von Prof. Dr. Stanley Nattel am Montreal Heart Institute, Kanada, durchgeführt werden. Alle Modalitäten zu Haltung, Instrumentierung sowie Untersuchung der Tiere sind im Labor seit Jahrzehnten etabliert was die effektive Durchführung des Forschungsprojektes gewährleistet.
DFG-Verfahren WBP Stipendium
Internationaler Bezug Kanada
 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung