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Bauchlagerung zur Unterstützung der ECMO-Entwöhnung bei schwerem ARDS – Eine randomisiert-kontrollierte Multicenter-Studie
Antragsteller
Privatdozent Dr. Alexander Supady
Fachliche Zuordnung
Pneumologie,Thoraxchirurgie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 554212787
Das akute Atemnotsyndrom (ARDS) ist häufig und die Mortalität der Patienten ist hoch. Patienten, die bei sehr schwerem ARDS eine extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) benötigen, haben eine Überlebenswahrscheinlichkeit von unter 50%. Bei ARDS-Patienten ohne ECMO reduziert die Bauchlagerung die Mortalität signifikant. Retrospektive Daten deuten ebenfalls darauf hin, dass auch bei Patienten mit ECMO die Bauchlagerung einen signifikanten Überlebensvorteil bedeutet. In einer randomisierten, kontrollierten Studie bei Patienten mit COVID-19 und ECMO war die Bauchlagerung jedoch nicht mit einer kürzeren Zeit bis zur erfolgreichen Entwöhnung von der ECMO und auch nicht mit einem Überlebensvorteil verbunden. Zwischen COVID-19 ARDS und einem ARDS anderer Ursachen wurden bedeutende pathophysiologische Unterschiede beschrieben, daher ist nicht klar, ob und inwiefern die Beobachtungen von Patienten mit COVID-19 auf Patienten mit ARDS ohne COVID-19 übertragen werden können. Daher sind weitere hochwertige prospektive Daten unerlässlich, um zu verhindern, dass ECMO-Patienten versehentlich oder vorzeitig von der bewährten lebensrettenden Maßnahme der Bauchlagerung bei ARDS ausgeschlossen werden. Ziel dieser Studie ist, den Einfluss von Bauchlagerung auf das Überleben von Patienten mit sehr schwerem ARDS und ECMO zu untersuchen. Die Hypothese ist, das die frühzeitige Bauchlagerung nach Beginn der ECMO im Vergleich zur Rückenlagerung die Überlebenswahrscheinlichkeit von Patienten mit sehr schwerem ARDS verbessert.
DFG-Verfahren
Klinische Studien
