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Die Rolle der Makrophagen bei der Besiedlung von entzündlichen Hauterkrankungen mit S. aureus
Antragstellerinnen
Professorin Dr. Birgit Schittek; Professorin Dr. Bettina Weigelin
Fachliche Zuordnung
Dermatologie
Förderung
Förderung seit 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 555063886
Atopische Dermatitis und Psoriasis sind entzündliche Hauterkrankungen, die bis zu 10 % der Weltbevölkerung betreffen. Sowohl Psoriasis als auch atopische Dermatitis werden durch eine spezifische pathologische T-Zellen-Immunreaktion ausgelöst, bei der TH1- bzw. TH2-polarisierte T-Zellen überwiegen. Es wird vermutet, dass dieses Ungleichgewicht der T-Zellen die höhere Prädisposition für eine Besiedlung mit S. aureus bei Patienten mit atopischer Dermatitis beeinflusst, da diese im Gegensatz zu Psoriasis-Patienten häufig pathologisch mit S. aureus besiedelt sind. Die im Gewebe ansässigen Makrophagen sind wichtig für die Homöostase und den Umbau des Gewebes und spielen eine Schlüsselrolle bei der entzündlichen Immunantwort der Haut und bei der primären Abwehr von Krankheitserregern. Wir stellen die Hypothese auf, dass die in der Haut ansässigen Makrophagen bei Psoriasis- bzw. Neurodermitis-Patienten die Entscheidung für eine Typ-1- oder Typ-2-Immunzellreaktion steuern und damit die Anfälligkeit für eine Besiedlung der Haut mit S. aureus beeinflussen. Unter Verwendung von in vitro und in vivo Modellen für Psoriasis, atopische Dermatitis und Infektionen beim Menschen und bei Mäusen wollen wir in diesem Projekt unsere Fachkenntnisse in der angeborenen Immunantwort auf S. aureus Infektionen und in fortgeschrittener mikroskopischer Bildgebung kombinieren, um zu entschlüsseln, (i) wie die in der Haut ansässigen Makrophagen die antibakterielle und entzündliche TH1- und TH2-Immunantwort steuern, (ii) wie S. aureus sich der Beseitigung durch Makrophagen entzieht und (iii) ob Makrophagen angewiesen werden können, die Hautentzündung zu begrenzen und S. aureus in der AD-Haut zu eliminieren.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen