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Überleben navigieren: Wirtschaftliche Ausbeutung und alltägliche lokale Praktiken im besetzten Transnistrien (1941-1944)

Fachliche Zuordnung Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 556324096
 
Das Forschungsprojekt untersucht lokalisierte Überlebenspraktiken in Transnistrien während der rumänischen Besatzung von 1941 bis 1944. Das Gebiet, das heute zur Südwestukraine gehört, wurde vom NS-Verbündeten Rumänien verwaltet, war jedoch stark von der Präsenz der deutschen Wehrmacht beeinflusst. Transnistrien war ein bedeutender Schauplatz des Holocaust und war einer doppelten wirtschaftlichen Ausbeutung ausgesetzt. Ich behaupte, dass die Bewohner in Räumen, in denen sich die wirtschaftlichen Interessen Rumäniens und der Nazis überschnitten, mehr Möglichkeiten hatten, zu überleben und sich den Zwängen anzupassen. Dieses Projekt untersucht die sozialen Erfahrungen von Juden und Nicht-Juden in ländlichen, städtischen und Grenzräumen und analysiert, wie sie sich an wirtschaftliche Veränderungen und kriegsbedingte Einschränkungen anpassten. Die Forschung bietet eine Alternative zum Kollaboration-Widerstands-Narrativ und vertieft das Verständnis für die Widerstandsfähigkeit und den Einfallsreichtum der ukrainischen Bevölkerung während des Zweiten Weltkriegs, ein Thema von anhaltender Relevanz.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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