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GRK 3190:  Thrombo-Inflame – Mechanismen und Modulation Megakaryozyten/Thrombozyten-vermittelter Thrombo-Inflammation

Fachliche Zuordnung Medizin
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 556462806
 
Thrombozyten sind von zentraler Bedeutung für die Hämostase, aber auch bei der Entstehung thrombotischer Erkrankungen. Darüber hinaus zeigen jüngere Studien, dass sie auch vielseitige Effektorzellen von Entzündungsprozessen, der angeborenen Immunität sowie bei der Aufrechterhaltung der Gefäßintegrität sind. Diese neuen, als Thrombo-Inflammation bezeichneten Funktionen sind bei einer stetig wachsenden Zahl von Krankheitsgeschehen, wie beispielsweise Schlaganfall, Sepsis, aber auch COVID-19 von Bedeutung. Die Erforschung der Mechanismen und therapeutischen Relevanz thrombo-inflammatorischer Prozesse steht noch am Anfang und erfordert eine enge Verzahnung klassischer Megakaryozyten (MK)/Thrombozytenbiologie mit relevanten Disziplinen wie Neurologie, Immunologie, Intensivmedizin, Bildgebung und Datenmanagement. Ziel dieses Graduiertenkollegs (GRKs) ist es daher, eine junge Generation von Wissenschaftler*innen für den interdisziplinären Forschungsbereich der Thrombo-Inflammation und ihrer pharmakologischen Kontrolle auszubilden. Der Campus Würzburg bietet durch seine lange Tradition in der kardio- und zerebrovaskulären Forschung hierfür ideale Rahmenbedingungen, und die breite, komplementäre Expertise der Projektleiter*innen gewährleistet eine multidisziplinäre Ausbildung für Naturwissenschaftler*innen und Ärzt*innen. Wissenschaftlich folgt das GRK der Grundidee, dass das thrombo-inflammatorische Potenzial von Thrombozyten wesentlich durch die Funktion und Wechselwirkung ihrer immunregulatorischen Adhäsionsrezeptoren und deren proximaler Signalnetzwerke bestimmt wird. In acht Projekten, die von der Grundlagenforschung bis zu translationalen Humanstudien reichen, fokussieren wir uns auf die Funktion, Regulation und Wechselwirkung dieser Rezeptoren und Signalwege in I) paradigmatischen thrombo-inflammatorischen Erkrankungen wie Schlaganfall und Sepsis, II) der Regulation der vaskulären Integrität, III) der MK/Thrombozytenreifung im Kontext von Thrombo-Inflammation sowie Alterung (Inflammageing) und IV) der Interaktionen mit Immunzellen, mesenchymalen Stromazellen und Zellen der Gefäßwand. Wir werden genetische/humanisierte Mausmodelle, Antikörper-basierte experimentelle Therapeutika, Patientenbasierte Diagnostik, Einzelzell-Transkriptomanalysen und moderne Mikroskopieverfahren sowie Machine und Deep Learning-Methoden nutzen, um neue diagnostische und therapeutische Ansätze für thrombo-inflammatorische Erkrankungen zu entwickeln. Die Doktoranden*innen werden gemeinsam mit ihrem Thesis-Komitee einen individuellen Forschungs- und Trainingsplan erstellen, der im Mittelpunkt des strukturierten Trainingsprogramms steht. Das flexible und modulare Programm unter dem Schirm der Graduate School of Life Sciences (GSLS) der Universität Würzburg ermöglicht es Promotionsstudierenden, zusätzliches interdisziplinäres Wissen und Soft Skills zu erwerben, die sie für eine Karriere in der akademischen Forschung oder pharmazeutischen Industrie besonders qualifizieren.
DFG-Verfahren Graduiertenkollegs
Antragstellende Institution Julius-Maximilians-Universität Würzburg
 
 

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