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Politische Gewalt an der Basis

Antragstellerin Dr. Anne-Kathrin Kreft
Fachliche Zuordnung Politikwissenschaft
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 557354949
 
Dieses Forschungsprojekt untersucht psychische und physische Gewalt gegen politische Akteur*innen an der Basis in Deutschland, d.h. gegen Personen, die sich im Rahmen formeller Organisationen sozio-politisch engagieren, jedoch nicht Teil der formalen, repräsentativen Politik sind. Konkret sind dies Mitglieder politischer Parteien, die noch nie ein politisches Mandat oder Amt bekleidet haben, Mitglieder von Parteijugendorganisationen, Mitglieder zivilgesellschaftlicher Organisationen, und Mitarbeitende gewählter Abgeordneter auf Bundes- und Landesebene. Drei Dimensionen von Gewalt gegen politische Akteur*innen an der Basis stehen im Mittelpunkt: (1) Viktimisierungsmuster (Wer sieht sich mit welchen Formen der Gewalt konfrontiert, und bestehen Unterschiede zwischen Sub-Gruppen?), (2) Auswirkungen auf die sozio-politische Aktivität (Wie wirken sich direkte und indirekte Gewalterfahrungen auf den Umfang und die Formen des sozio-politischen Engagements aus, und bestehen Unterschiede zwischen Sub-Gruppen?), und (3) Legitimierung und Delegitimierung von Gewalt gegen politische Akteur*innen an der Basis innerhalb der deutschen Bevölkerung (Unter welchen Bedingungen wird Gewalt gegen politische Akteur*innen an der Basis toleriert oder verurteilt?). Das Projekt adressiert diese Fragen mittels eines Forschungsdesigns, das eine großangelegte Befragung politischer Akteur*innen an der Basis, Interviews mit von Gewalt betroffenen politischen Akteur*innen, und eine großangelegte Befragung der Bevölkerung mit integriertem Vignette-Experiment kombiniert. Eine systematische Untersuchung der Fragen, wer an der Basis in besonderem Maße politisch motivierter Gewalt ausgesetzt ist, wessen Stimmen in der Folge besonders gefährdet sind zu verstummen, und inwiefern die Einstellung der Bevölkerung diese Prozesse verstärken oder abfedern kann, hat auch für die Qualität der Demokratie höchste Bedeutung.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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