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Castellum als Proband:innen-Management Tool für die Forschungsgemeinschaft

Antragstellerinnen / Antragsteller Dr. Maike Kleemeyer; Dr. Lennart Wittkuhn
Fachliche Zuordnung Biologische Psychologie und Kognitive Neurowissenschaften
Empirische Sozialforschung
Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie
Kognitive und systemische Humanneurowissenschaften
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 559475114
 
Spätestens seit Inkrafttreten der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Jahr 2018 gelten strenge Richtlinien für die Verarbeitung personenbezogener Daten. Dies ist insbesondere in den Humanwissenschaften relevant, wo Forschungsprojekte oft auf Daten menschlicher Proband:innen beruhen. Leider fehlt es vielen Einrichtungen an notwendigen Ressourcen und Fachkenntnissen, um die Datenschutzanforderungen auf benutzerfreundliche Weise umzusetzen. Daher haben wir Castellum entwickelt, eine schlüsselfertige Open-Source-Webanwendung für die datenschutzkonforme Verwaltung von Proband:innen und ihren persönlichen Daten. Castellum hebt sich als einzigartiges Projekt in der Open-Source-Landschaft ab, da es ein umfassendes Anwendungsspektrum bietet, das derzeit in keiner vergleichbaren Alternative verfügbar ist. Wir möchten es daher einem breiten Publikum zugänglich machen und Forschungseinrichtungen unterstützen, personenbezogene Daten effektiv und datenschutzkonform zu verwalten. In Anbetracht unserer begrenzten personellen Ressourcen ist es notwendig, dass Einrichtungen Castellum eigenständig einführen können. Wir verfolgen die folgenden drei Ziele, die sich mit dem Schwerpunkt 2 des Förderprogramms decken. 1. Erstellung eines Handbuchs zur organisatorischen Einführung von Castellum: Eine Software allein genügt nicht, um DSGVO-konforme Forschung durchzuführen. Castellum vereinfacht diesen Prozess zwar erheblich, benötigt dafür aber klare Organisationsstrukturen und definierte Verantwortlichkeiten, die bei der Einführung festgelegt werden müssen. Castellum als Software ist bereits etabliert und dokumentiert, nicht aber die Maßnahmen darum. Es ist daher erforderlich, neben der bereits vorhandenen technischen Dokumentation und der Dokumentation für die Nutzenden auch die organisatorische Einführung von Castellum zu dokumentieren. 2. Entwicklung eines Train-the-Trainer-Konzepts: Nach erfolgreicher Einführung müssen Einrichtungen ihre zukünftigen Castellum-Nutzer:innen effizient schulen können. Dafür wird ein flexibles Schulungskonzept unter Berücksichtigung der verschiedenen Rollen erstellt (siehe Abschnitt über Rechte und Rollen weiter unten). 3. Betriebsmodell konzipieren und einrichten: Um die Verfügbarkeit und Wartung für Einrichtungen langfristig zu gewährleisten, werben wir aktiv in der Forschungsgemeinschaft für Castellum. Dadurch soll eine sich selbst tragende Gemeinschaft von aktiven Nutzer:innen und Entwickler:innen entstehen, ähnlich wie bei erfolgreichen Initiativen wie RDMO, Qcovery und finc. Die Tauglichkeit der erstellten Materialien wird sichergestellt, indem die Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg Castellum entsprechend einführt und sie ggf. anpasst. Anschließend werden alle Materialien zusammen mit der bestehenden Software und Dokumentation veröffentlicht. So wird das Wissen über die technische und organisatorische Einführung von Castellum nachhaltig etabliert.
DFG-Verfahren Forschungsdaten und Software (Wiss. Literaturversorgung und Informationssysteme)
Mitverantwortliche Tobias Bengfort; Sebastian Nix
 
 

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