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Ko-Entwicklung bedeutsamer Bildungstechnologie: Eine Untersuchung von EdTech Testbeds

Fachliche Zuordnung Bildungssysteme und Bildungsinstitutionen
Empirische Sozialforschung
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 559936404
 
In den letzten Jahrzehnten gab es eine rasante Entwicklung des Sektors digitaler Bildungstechnologieentwicklung. Gleichzeitig lässt sich ein wachsendes internationales Forschungsfeld sogenannter Critical Edtech Studies (CES) ausmachen, die die oftmals ambivalenten Auswirkungen digitaler Bildungstechnologien (EdTech) auf Bildungssysteme und pädagogische Praktiken untersuchen. Doch auch wenn sich die CES in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt haben, bestehen nach wie vor tiefgreifende Forschungslücken, insbesondere in Bezug auf die wachsende Komplexität und den Wandel von Akteurs- und Governance-Konstellationen im EdTech-Sektor, eine nuancierte Bewertung der Auswirkungen von Edtech sowie neuere Entwicklungen in Richtung kritisch-partizipatives Edtech-Design. Dieses Projekt ist am Schnittpunkt dieser drei Dimensionen angesiedelt und fokussiert hierbei die globale Entstehung sogenannter Edtech-Testbeds als aktuelle Entwicklung des EdTech Sektors. Testbeds zielen auf die Erprobung und auf das (Re-)Design von EdTech ab, und hierbei insbesondere auf eine ganzheitlichere Folgenabschätzung sowie auf eine bessere Einbeziehung von WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen. In der Tat sind Edtech-Testbeds in den letzten Jahren in verschiedenen Ländern sowie auf globaler Ebene in hohem Tempo entstanden, oft auf Betreiben internationaler Akteure wie der European EdTech Alliance. Gleichzeitig gibt es bislang keine Untersuchungen, die das Phänomen Testbeds als ein multiskalares und miteinander verbundenes Feld von Governance und Praxis untersuchen. Das Projekt zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem es Testbeds aus einer in Science and Technology Studies (STS) eingebetteten Perspektive von "EdTech-Crafting" untersucht. Methodologisch ist das Projekt durch den Ansatz hybrider Ethnographie gerahmt und kombiniert hier Netzwerk-, Dokumenten- und Plattformanalysen mit Vor-Ort-/Online-Interviews sowie teilnehmender Beobachtung von Testbed-Praktiken in verschiedenen Ländern. Auf diese Weise generiert das Projekt nicht nur originäres Wissen über EdTech-Crafting als Form des soziotechnischen "World-Makings", sondern auch über Fragen der Partizipation in Bezug auf Technologieentwicklung und (Re-)Design.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Schweiz
Kooperationspartner Professor Mathias Decuypere
 
 

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