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selfXpandIEQ - Entwicklung eines Ansatzes zur Ermittlung und Messung von Selbstexpansionserfahrungen durch Neuartigkeit/Vielfalt am Arbeitsplatz
Antragsteller
Professor Dr. Marcel Schweiker
Fachliche Zuordnung
Arbeitswissenschaft, Ergonomie, Mensch-Maschine-Systeme
Architektur, Bau- und Konstruktionsgeschichte, Bauforschung, Ressourcenökonomie im Bauwesen
Architektur, Bau- und Konstruktionsgeschichte, Bauforschung, Ressourcenökonomie im Bauwesen
Förderung
Förderung seit 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 560221298
In der wissenschaftlichen Betrachtung der Wechselwirkung zwischen Raum und Mensch wurden bisher die Auswirkungen neuartiger und vielfältiger Lichtverhältnisse und der thermischen Wahrnehmung als Umweltressourcen zur Steigerung des Wohlbefindens und des Arbeitsengagements vernachlässigt. Durch die Betrachtung des Prozesses der Selbstexpansion als vermittelndem Faktor zwischen der gebauten Umwelt und ihren Auswirkungen auf die Nutzenden betrachtet dieses Projekt einen wichtigen psychologischen Prozess, der bisher in der Forschung über die Auswirkungen der gebauten Umwelt auf das Verhalten und die psychologischen Zustände der Nutzenden, wie z.B. Arbeitsengagement und Wohlbefinden, vernachlässigt wurde. Aufgrund seines Umfangs wird dieses Projekt den aktuellen Wissensstand und die methodischen Ansätze zu diesen Themen erweitern und damit die Grundlage für weitere Forschungsarbeiten schaffen. Darüber hinaus können die Erkenntnisse aus diesem Projekt zur Entwicklung praktischer Ansätze führen, um arbeitsbedingten Krankheiten wie Burnout entgegenzuwirken und stattdessen zu einer gesundheitsfördernden Gestaltung von Innenräumen beizutragen, von der sowohl Unternehmen als auch Einzelpersonen profitieren. Konkret zielt dieses Projekt darauf ab, die Erforschung der positiven Auswirkungen von Umgebungsbedingungen in Innenräumen am Arbeitsplatz deutlich voranzutreiben, indem die Auswirkungen der Erfahrung von Neuartigkeit und Abwechslung bei den Lichtverhältnissen und der thermischen Wahrnehmung als Umgebungsressourcen auf Affekt, Wachsamkeit, Vitalität, physiologische Reaktionen, Selbstexpansion und Arbeitseinsatz untersucht werden. Dafür wird ein neuer theoretischer Rahmen vorgeschlagen, der den auf den in der Literatur identifizierten Assoziationen basierenden Rahmen erweitert und das Forschungsdesign und die Analysen dieses Projekts leiten wird. Dieser erweiterte Rahmen spezifiziert die zu untersuchenden psychologischen Reaktionen als Affekt, subjektive Vitalität und Wachsamkeit. Darüber hinaus werden mögliche moderierende Effekte der Befriedigung/Frustration des Bedürfnisses nach Neuartigkeit und der Präferenzen für die Selbsterweiterung einbezogen. Da dieses Projekt mit der Einführung des Konzepts der Selbstexpansion in den Bereich der Innenraumumgebung Neuland betritt, ist es erforderlich, Messinstrumente zur Beurteilung der interessierenden Konstrukte zu entwickeln und zu validieren. Das primäre Ziel dieses Projekts besteht darin, herauszufinden, ob die Vielfalt der wahrgenommenen Beleuchtung und/oder der thermischen Bedingungen Umweltressourcen darstellen, die das Engagement und das Wohlbefinden bei der Arbeit durch die Auslösung von Selbstexpansionserfahrungen verbessern. Als sekundäres Ziel soll geprüft werden, ob die Beziehung zwischen der Arbeitsplatzumgebung und der Selbstexpansion durch Affekt, Wachsamkeit, Vitalität und physiologische Reaktionen vermittelt wird.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
