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Die archäologische Sammlung Hohenzollern - Digitalisierung und Erschließung des Bestandes, Erforschung von Kontext und Geschichte.

Fachliche Zuordnung Ur- und Frühgeschichte (weltweit)
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 561991698
 
Seit Ende 2020 befindet sich die archäologische Sammlung des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen im Eigentum des Landes Baden-Württemberg und im Besitz des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart. Sie umfasst ca. 8.350 Objekte von der mittleren Steinzeit bis ins frühe Mittelalter und war zuvor Bestandteil der Fürstlich Hohenzollernschen Kunst- und Altertümersammlungen in Sigmaringen. Die Ursprünge der Sammlung reichen in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, als der regierende Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen aus der schwäbischen, katholischen Linie des Hauses Hohenzollern damit begann, eine Sammlung archäologischer Altertümer, hauptsächlich solcher, die in seinem Herrschaftsgebiet gefunden wurden, anzulegen. Die Sammlung wurde bis in die 1910er Jahre kontinuierlich ausgebaut, bis sich der Fokus der Sammeltätigkeit des Hauses Sigmaringen-Hohenzollern nach dem Tod des Fürsten Leopold im Jahre 1905 auf andere Bereiche verlagerte. Ziel des Antrages ist es, die archäologische Sammlung Hohenzollern-Sigmaringen in ihrer Gesamtheit zu erfassen, sie wissenschaftlich zu erschließen und sie somit der fachwissenschaftlichen Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die digital zugänglichen Sammlungsbestände und Archivalien sollen eine vertiefte Nutzung bzw. eine gezielte Nachnutzung für die Vor- und Frühgeschichtsforschung ermöglichen. Die unterschiedlichen Publikationsstände der Sammlung sollen vereinheitlicht, zusammengeführt und die Genese und Akteure der Sammlung erforscht werden. Damit kann der Umstand, dass sich die Entwicklung des damals jungen Faches „Vor- und Frühgeschichte“ in der Sammlung widerspiegelt sowie ggf. die Wechselwirkungen und der Stellenwert der Sammlung für die archäologische Forschung herausgestellt werden. Die digitale Zusammenführung von Objektdaten und Archivalien wird nicht nur die Bearbeitung unter verschiedenen Fragestellungen im Bereich der archäologischen Forschung ermöglichen, sondern auch in benachbarten Bereichen, wie beispielsweise der Landesgeschichte.
DFG-Verfahren Digitalisierung und Erschließung (Wiss. Literaturversorgung und Informationssysteme)
 
 

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