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Meiofauna in litoralen Aufwuchsgemeinschaften - Energietransfer und Position in benthischen Nahrungsnetzen

Antragsteller Dr. Lars Peters
Fachliche Zuordnung Ökologie und Biodiversität der Tiere und Ökosysteme, Organismische Interaktionen
Förderung Förderung von 2008 bis 2012
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 56235649
 
Die Struktur von Nahrungsketten bzw. Nahrungsnetzen im Pelagial von Süßwasserökosystemen ist sehr gut untersucht. Demhingegen herrscht ein Mangel an Informationen über die Funktion von Meiofaunaorganismen im Benthos von Seen und deren Integration in das benthische Nahrungsnetz. Für die Analyse benthischer Nahrungsketten und Transportprozesse unter Beteilung der Meiofauna, stellen litorale, epilithische Aufwuchsgemeinschaften ein optimales Modellsystem dar. In den ersten 24 Monaten dieses Projekt wurden darum wichtige und grundlegende Aspekte zur Integration von Meiofaunaorganismen in Nahrungsketten in aquatischen Ökosystemen untersucht. Dabei wurden erstmals stabile Isotopen Analysen in Meiofaunaorganismen, mit einem Fokus auf die im litoralen Aufwuchs dominanten Nematoden, eingesetzt. In Freilanduntersuchungen zur horizontalen, vertikalen und zeitlichen Verteilung von Nematodenartengemeinschaften und Ernährungstypen in Seen verschiedener Produktivität (See Largen, Erken und Limmaren) konnten, unter gleichzeitiger Analyse natürlicher stabiler Isotopensignaturen in Nematoden (und anderer Meiofauna) sowie deren Ressourcen, wichtige Erkenntnisse zum Ressourcenkonsum dieser Organismen gewonnen werden. Die ersten Ergebnisse (Ernährungstypen, Stabile Isotope) deuten auf eine Nutzung unterschiedlicher Kohlenstoffquellen, entlang eines Tiefengradienten sowie in Seen verschiedener Produktivität, hin. In tieferen Litoralbereichen (1m und tiefer) und in oligotrophen Seen scheinen Nematoden bevorzugt Bakterien als Kohlenstoffquelle zu nutzen, wohingegen Mikroalgen als Ressource in meso- und eutrophen See sowie in Flachwasserbereichen überwiegen. Stabile Isotope konnten in einem Laborexperiment mit natürlichen Periphytongemeinschaften erfolgreich eingesetzt werden. Der Einsatz von 13C und 15N markierten Ressourcen, die Markierung erfolgte mittels Natriumbicarbonat und Natriumnitrat, führte zur einer Anreicherung der Stabilen Isotope in Nematoden und anderen Organismen und zeigt damit die Nutzung photoautotroph fixierter Energie durch diese Organismen. In der hier beantragten Verlängerungsphase sollen die bereits begonnenen Studien weitergeführt und beendet werden.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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