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Koordinationsprojekt

Fachliche Zuordnung Kognitive, systemische und Verhaltensneurobiologie
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 532521431
 
Soziale Interaktionen zwischen Individuen beruhen oft auf dem Austausch von Lautäußerungen. Unser Verständnis der grundlegenden neuronalen Mechanismen, die die Koordination vokaler Kommunikation bei Wirbeltieren steuern, ist allerdings begrenzt. Unser Ziel ist es, die Mechanismen zu untersuchen, die der Vokalmotorik und der audio-vokalen Integration bei Wirbeltieren zugrunde liegen. Wir planen, die Erforschung der vokalen Kommunikation in verschiedenen Modellsystemen (von Fischen über Vögel bis hin zu verschiedenen Säugetierarten einschließlich des Menschen) mit neuroethologischen, neurophysiologischen (von der Einzelzellebene bis hin zu Ganzhirnmessungen) und computergestützten Ansätzen zu kombinieren. Während jedes ausgewählte Tiermodell einzigartige vokale Verhaltensweisen und Vorteile aufweist wollen wir auch Wege finden, um vokale Verhaltensweisen auf vergleichbare Weise in allen Taxa experimentell zu manipulieren. Unser übergeordnetes Ziel ist es, den Beitrag kortikaler und subkortikaler Bereiche zur vokalen Kommunikation zu verstehen. Wir werden Spezies mit unterschiedlichem Grad an vokaler Flexibilität untersuchen und verschiedene Ebenen neuronaler Komplexität von der Einzelzelle bis hin zu groß angelegten neuronalen Netzwerken untersuchen. Dazu werden wir die neuronalen Netzwerke durchleuchten, die der Vokalmotorik zugrunde liegen, ihre Aktivität in Regionen des Mittelhirns und des Hirnstamms aufzeichnen und die kortikalen Strukturen während spontaner oder kontextspezifischer Vokalisationen untersuchen. Dabei werden wir uns darauf konzentrieren, die neuronalen Aktivitätsmuster zu verstehen, die zu affektiv gesteuerten sowie willkürlich kontrollierten Lautäußerungen in unterschiedlichen Verhaltenszuständen führen. Darüber hinaus wollen wir die neuronalen Korrelate der auditiven Wahrnehmung während vokaler Interaktionen verstehen. Durch die Aufdeckung breit anwendbarer Algorithmen über Taxa hinweg, die 800 Millionen Jahre Evolution umfassen, werden wir unser Verständnis für die Vielzahl kognitiver und sensorimotorischer Prozesse, die für die menschliche Kommunikation erforderlich sind, transformieren.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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