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Phänotypisierung von Krankheitsmechanismen einer symptomatischen Herzinsuffizienz bei Patient*innen mit nicht-obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie

Antragsteller Dr. Alexander Schulz
Fachliche Zuordnung Kardiologie, Angiologie
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 563736895
 
Ziel des Projekts ist es, während eines zweijährigen Forschungsaufenthalts an der Harvard Medical School Mechanismen der Herzschwäche bei Patient*innen mit nicht-obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie (nHCM) zu untersuchen. Die nHCM betrifft Patientinnen mit genetisch bedingter Verdickung des Herzmuskels, jedoch ohne Behinderung des Blutausstroms wie bei der obstruktiven HCM (oHCM). Bis zu 40 % der nHCM-Betroffenen entwickeln Symptome einer Herzschwäche wie Luftnot oder Leistungsschwäche. Im Gegensatz zu Patient*innen mit oHCM, stehen jedoch bislang keine gezielten Therapien für Patient*innen mit nHCM zur Verfügung, da die Krankheitsmechanismen heterogen und unzureichend verstanden sind. Das begrenzte Verständnis der nHCM resultiert aus zwei Faktoren: a) Die Betrachtung der Krankheitsmechanismen erfolgt meist nur in Ruhe, obwohl Symptome der Herzschwäche vor allem unter Belastung auftreten. b) Die Struktur und Funktion des Herzmuskels werden getrennt betrachtet, obwohl beide eng zusammenhängen. Methodik und Ziel: Um diese Wissenslücken zu schließen, sollen innovative nicht-invasive Bildgebungsverfahren eingesetzt werden: 1. Fahrradbelastungs-MRT ermöglicht die Analyse der Herzfunktionsreserven unter Belastung. 2. Diffusionsgewichtete MRT liefert Einblicke in die Mikrostruktur des Herzmuskels. Ziel ist es, die individuellen Krankheitsmechanismen der Herzschwäche bei nHCM zu entschlüsseln. Die Belastungs-MRT soll funktionelle Einschränkungen identifizieren, während die diffusionsgewichtete MRT mikrostrukturelle Abnormalitäten aufdeckt, welche den Funktionseinschränkungen zugrunde liegen. Dies erlaubt eine individualisierte Phänotypisierung, um langfristig maßgeschneiderte Therapien zu entwickeln. Studienaufbau: Geplant ist der Einschluss von mindestens 80 Patient*innen mit nHCM, die mithilfe eines MRT-tauglichen Fahrrads ein standardisiertes Belastungsprotokoll durchlaufen. Die dafür notwendigen Validierungsarbeiten wurden bereits erfolgreich abgeschlossen, um die Anwendung der Bildgebungstechniken am Forschungsstandort sicherzustellen. Erwarteter Nutzen: Die Studie schließt bestehende Wissenslücken zu den Krankheitsmechanismen bei nHCM und legt wichtige Grundlagen für zukünftige multizentrische Studien. Durch eine verbesserte Phänotypisierung sollen gezielte Therapieansätze ermöglicht und die Behandlung dieser Patient*innen optimiert werden.
DFG-Verfahren WBP Stipendium
Internationaler Bezug USA
 
 

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