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Rechtsnormen und Koordination: ein verhaltenswissenschaftlicher Ansatz

Antragsteller Dr. Leonard Hoeft
Fachliche Zuordnung Grundlagen des Rechts und der Rechtswissenschaft
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 564097852
 
Wie legen Individuen Rechtsnormen aus, die sie befolgen sollen? Achten sie eher auf den Wortlaut oder den Telos, wenn beide Interpretationsmethoden zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen. Fragen der Methodenlehre beschäftigen die Rechtsphilosophie seit langem. Erst seit Kurzem beschäftigt sich auch die experimentelle Rechtsphilosophie mit ihnen, wobei sie typischerweise Vignettestudien verwendet, bei welchen die Studienteilnehmer lediglich hypothetische Auslegungsszenarien bewerten. Die Ergebnisse sprechen für einen wortlautbasierten Zugang zu Normen, doch unterliegen Vignettestudien methodischen Grenzen. Sie blenden den Entscheidungsprozess im Rahmen der juristischen Auslegung, sei es bei der Rechtsbefolgung oder der judikativen Rechtsanwendung, aus. Dabei kann gerade die antizipierte Entscheidung auf die Auslegung zurückwirken: Eine wortlautbasierte Auslegung mag weniger einsichtig erscheinen, wenn sie zu einem unfairen und zweckwidrigen Ergebnis führt, dass man hiernach umsetzen muss. Dieses Projekt will hier eine Lücke schließen, indem es Auslegung im Rahmen der Entscheidungsfindung untersucht.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Polen
Kooperationspartner Dr. Bartosz Janik
 
 

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