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Informalisiertes Völkerrecht und Außenverfassungsrecht: Dogmatik, Empirie, Reform (RE_INFORM)
Antragsteller
Professor Dr. Helmut Philipp Aust; Professor Dr. Thomas Kleinlein
Fachliche Zuordnung
Öffentliches Recht
Förderung
Förderung seit 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 564336925
Die Völkerrechtsordnung der Gegenwart ist durch beständige Informalisierungstendenzen gekennzeichnet. Trotz zunehmender Einigkeit über das Phänomen besteht Unklarheit über die genauen Ausmaße, Formen und Hintergründe sowie über die Konsequenzen für nationale Rechtsordnungen. Die Bundesrepublik Deutschland bedient sich in ihren Außenbeziehungen in beachtlichem Umfang informeller Instrumente; genauer Umfang und Themenfelder sind bislang jedoch nicht erforscht. Die zentralen dogmatischen Kategorien des Außenverfassungsrechts sind auf die Kooperationsformen einer zunehmend informalisierten Völkerrechtsordnung nicht eingestellt. Sie bedürfen zusätzlicher Reflexion und Analyse und in Teilen einer Weiterentwicklung. Unser Projekt soll daher die Konsequenzen der Informalisierung für das Außenverfassungsrecht analysieren (Handlungsformen, Beteiligungserfordernisse, Rechtsschutz). Dies setzt empirische Arbeit voraus: Durch Archivforschung und semi-strukturierte Interviews mit Praktiker:innen möchten wir einen Beitrag zur besseren empirischen Erfassung von Ausmaß und Bedeutung der Informalisierung in der deutschen Völkerrechtspraxis leisten. Auf dieser Grundlage wollen wir Reformperspektiven für die Ausgestaltung und Handhabung der Regeln des Außenverfassungsrechts im Umgang mit informellen Instrumenten aufzeigen. Unsere Ergebnisse sollen zu einer methodisch und konzeptionell erneuerten Forschung zum Außenverfassungsrecht beitragen, die sich auf die Praxis informalisierter Außenbeziehungen einstellt.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
