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CONTANGO-FIRE - Experiment zu Konvektion, Aerosolnukleation in der oberen Troposphäre, Gasphasen-Oxidation, und dem Einfluss von Waldbränden auf die Atmosphärenchemie und das Klima

Fachliche Zuordnung Physik und Chemie der Atmosphäre
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 564734884
 
Das Projekt CONTANGO-FIRE untersucht mit Hilfe des Forschungsflugzeugs HALO luftchemische Prozesse sowie Aerosol- und Wolkenprozesse in der oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre über Südamerika. CONTANGO-FIRE wird sich auf drei Forschungsthemen konzentrieren, nämlich den Einfluss von hochreichender Konvektion auf die Zusammensetzung der oberen Troposphäre/unteren Stratosphäre (UTLS), Partikelneubildungsprozesse in der kontinentalen subtropischen oberen Troposphäre sowie den Einfluss von Waldbränden auf die Atmosphärenchemie, Wolken und das Klima. Die Forschungsflüge werden von Mendoza, Argentinien, aus im Januar/Februar 2028 durchgeführt. HALO wird mit einer Reihe von in-situ-Instrumenten ausgestattet sein, die eine umfassende Charakterisierung der chemischen Prozessierung von Spurengasen, Aerosolen und Wolken ermöglicht. Gemessen werden verschiedene Radikale (einschließlich OH und HO2), reaktive Stickstoffverbindungen, Schwefelverbindungen, organische Substanzen und zahlreiche Aerosolparameter. CONTANGO-FIRE wird damit einen einzigartigen Datensatz zur Untersuchung der Einflüsse der hochreichenden Konvektion auf die dynamischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften der UTLS-Region liefern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bildung neuer Aerosolpartikel in dieser Region. Es wird untersucht, ob Isopren aus biogenen Emissionen, das durch nächtliche hochreichende Konvektion in Gewitterwolken in die obere Troposphäre transportiert werden kann, zur Bildung neuer Partikel in der UTLS-Region führt. Die Messungen werden Daten für umfangreiche Prozess- und Umweltmodellierungen liefern, mit denen die Ergebnisse auf regionale und globale Skalen übertragen werden können.
DFG-Verfahren Infrastruktur-Schwerpunktprogramme
 
 

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