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Natur des isländischen Plateaus und des nordöstlichen Island-Schelfs, Nordostatlantik

Fachliche Zuordnung Physik des Erdkörpers
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 564747023
 
Der Fahrtvorschlag zielt auf die Bestimmung der Natur der Kruste zwischen Island, dem Jan Mayen Mikrokontinent und dem Färöer Kontinentalplateau im Nordostatlantik. Hauptfragestellung ist der Nachweis möglicher kontinentaler Krustensplitter oder ozeanischer Mikrospreizungszentren, die sich aufgrund des Sprunges der Ozeanbodenspreizung vom Aegirrücken zum Kolbeinseyrücken gebildet haben. Derzeitige Hypothesen zur Krustenzusammensetzung in diesem Bereich reichen von (i) verdickter ozeanischer Kruste über (ii) gedehnte kontinentaler Kruste und möglichem exhumierten Mantelmaterial zu (iii) ozeanischer Riftmigration mit eingebetteten kontinentalen Fragmenten. (i) Ein mehrkanalreflexionsseismisches Profilnetz über das Islandplateau dient dazu, Deformationsphasen, Strukturen und tektonische Domänen zu identifizieren während (ii) zwei refraktionsseismische Profile über dem Islandplateau und dem Islandschelf die Krustenzusammensetzung klären sollen. (iii) Eine hochauflösende magnetische Kartierung des südlichen Endes des abgestorbenen mittelozeanischen Aegirrückens wird zeigen, ob das Norwegenbecken nach Süden durch eine Transformstörung begrenzt wird. Die auf tiefe Frequenzen optimierte Reflexions- und Refraktionsseismik kann bedeckendes Basaltgestein durchdringen und ermöglicht die Anwendung des „full waveform inversion“ Verfahrens. Durch die Kombination dieser Methoden soll das Verständnis der komplexen Öffnungsprozesse des zentralen Nordostatlantiks erheblich verbessert werden.
DFG-Verfahren Infrastruktur-Schwerpunktprogramme
Internationaler Bezug Island
Mitverantwortlich Dr. Dieter Franke
Kooperationspartnerin Dr. Anett Blischke
 
 

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