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Die Rezeption von Johann Sebastian Bach in den südlichen und südöstlichen Regionen Brasiliens

Fachliche Zuordnung Musikwissenschaften
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 564762445
 
Die Rezeption und Verbreitung der Musik von Johann Sebastian Bach in Brasilien bleibt ein wenig erforschtes Gebiet, mit nur begrenztem akademischem Engagement seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Dieses Postdoktoranden-Forschungsprojekt zielt darauf ab, die sich entwickelnden Praktiken und Interpretationen von Bachs Repertoire in Brasilien zu untersuchen. Der Schwerpunkt liegt auf den kulturellen und religiösen Transformationen von einem überwiegend katholischen Kontext im 20. Jahrhundert hin zum zunehmenden Einfluss evangelikaler Traditionen im 21. Jahrhundert. Das Projekt betont insbesondere die bedeutenden, aber oft übersehenen Beiträge von Frauen als Instrumentalistinnen und Pädagoginnen, die Bachs pädagogisches und performatives Erbe in Brasilien maßgeblich geprägt haben. In Zusammenarbeit mit dem Bach-Archiv Leipzig, Neue Bachgesellschaft e.V. (NBG), Discoteca Oneyda Alvarenga - Centro Cultural São Paulo, ACC – Associação de Canto Coral in Rio de Janeiro, SMBB - Sociedade Musical Bachiana Brasileira, ICAC - Instituto Curitiba de Arte e Cultura, Fundação Cultural de Curitiba, sowie privaten Archiven, untersucht die Forschung historische Aufführungen, soziokulturelle Dialoge und bislang übersehene Beiträge zur Rezeption Bachs in Brasilien. Das Projekt zielt darauf ab, in einer wissenschaftlichen Monografie zu münden, die veröffentlicht werden soll und eine umfassende Analyse von Bachs transnationalem Einfluss bietet. Durch die Verortung von Bachs Rezeption im brasilianischen kulturellen und historischen Kontext soll diese Studie den globalen Diskurs über das anhaltende Erbe des Komponisten bereichern.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Brasilien
Kooperationspartnerinnen / Kooperationspartner Professor Dr. Alvaro Carlini; Professorin Yara Caznok, Ph.D.
 
 

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