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Gibt es in ozeanischen Subduktionszonen-Systemen mehrere Arc/Backarc-Zyklen?
Antragstellerinnen / Antragsteller
Professor Dr. Kaj Hoernle; Professorin Dr. Heidrun Kopp
Fachliche Zuordnung
Physik des Erdkörpers
Geologie
Geologie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 564896509
Ein signifikanter Teil des Ozeanbodens besteht aus ozeanischen Arcs und Backarcs, die wichtige Regionen für den Elementtransfer aus dem Erdinneren zur Oberfläche sind. Wie diese Strukturen sich bilden, entwickeln und gegebenenfalls absterben sowie welche Prozesse deren Entwicklung kontrollieren ist jedoch weitgehend unklar. Norfolkrücken, Norfolkbecken, Three Kings-Rücken und Süd-Fidischibecken im Norden von Neuseeland repräsentieren eine Abfolge vermutlich eozäner bis miozäner Arcs und Backarc-Becken. Mit einem interdisziplinären Ansatz soll die tektonische, zeitliche und geochemische Entwicklung dieser Sequenz charakterisiert werden. Damit soll auch die Hypothese getestet werden, nach der Subduktions-"Rollback" und Extension zu drei Zyklen von Arc-Aufspaltung und Backarc-Beckenbildung geführt hat, durch die der heutige Tonga-Kermadec-Arc und die Lau-Havre Trough Backarc-Becken gebildet wurden. Mit diesem Ansatz sollen Mantel- und Krustenprozesse rekonstruiert werden, die die Bildung von Subduktionssystemen auslösen und die Entwicklung von Arc und Backarc-Systemen steuern.
DFG-Verfahren
Infrastruktur-Schwerpunktprogramme
Teilprojekt zu
SPP 2520:
Bereich Infrastruktur - Forschungsschiffe
Mitverantwortlich
Dr. Christian Timm
