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Winterliche Einblicke: Ozeanographie, Klimageschichte und Umweltschadstoffkonzentrationen in der nördlichen Ostsee

Fachliche Zuordnung Geologie
Physik, Chemie und Biologie des Meeres
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 564897376
 
Die Grundlage für das hier beantragte Projekt bilden sowohl hydrographische und geophysikalische Messungen als auch Wasser-, Meereis- und Sedimentproben, die im Rahmen einer Winterexpedition in die nördliche Ostsee aufgezeichnet bzw. genommen werden sollen. Die 3 wissenschaftlichen Hauptaufgabenstellungen des Projekts sind: 1) eine detaillierte Aufnahme der heutigen winterlichen hydrographischen Verhältnisse in der nördlichen Ostsee und unter dem Meereis, 2) die Rekonstruktion von vergangenen Änderungen in der Ozeanzirkulation in der zentralen und nördlichen Ostsee, und 3) die Erfassung der Konzentrationen von Umweltschadstoffen in Meerwasser und Meereis. Die Themen 1 und 2 schließen fundamentale Wissenslücken bezüglich der holozänen Änderungen im Wasserbudget (kontrolliert durch die isostatische Ausgleichsbewegung und das sich ändernde Klima), des Prozesses der winterlichen Tiefenwasserbildung und der Folgen variierender Schichtung in der Wassersäule auf das Ökosystem. Dies führt zu einem verbesserten generellen Verständnis und letztlich zu einer verbesserten Modellierung der natürlichen Ökosystemschwankungen in der Ostsee. Im Rahmen des beantragten Projekts soll zudem ein standardisiertes Protokoll für die Auswertung von hydroakustischen Aufzeichnungen mittels Sedimentkerndaten entwickelt werden. Dieses Protokoll wird (zukünftig) die Basis für eine beckenweite Rekonstruktion von holozänen Vergrabungsraten von organischem Kohlenstoff bilden (CO2 Speicherung). Ziel des Thema 3 des Antrags ist eine umfassende Analyse des aktuellen Zustands der Ostsee und der Geschichte (archiviert in Sedimenten) in Bezug auf ausgewählte persistente, geregelte Schadstoffe und solche, die neu im Fokus der Umweltwissenschaften und der Wasserpolitik stehen. In den beantragten Projekten sollen vor allem Analysen im Ostseewasser (aber auch von oberflächennahen Sedimenten) erfolgen und die Verteilung der untersuchten Substanzen vom Land bis zur offenen See und ihr potenzieller Transport analysiert werden.
DFG-Verfahren Infrastruktur-Schwerpunktprogramme
 
 

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