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Fortgeschrittene Plattform für die Entwicklung und biologische Prüfung von entzündungshemmenden Nanofasermaterialien zur Heilung von immunologisch dysregulierten Hautläsionen
Antragstellerin
Dr. Fiorenza Rancan
Fachliche Zuordnung
Biomaterialien
Herstellung und Eigenschaften von Funktionsmaterialien
Polymere und biogene Werkstoffe und darauf basierende Verbundwerkstoffe
Herstellung und Eigenschaften von Funktionsmaterialien
Polymere und biogene Werkstoffe und darauf basierende Verbundwerkstoffe
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 565946845
Eine Hautläsion ist eine Anomalie in der Struktur oder Funktion der Haut. Das Spektrum der Hautläsionen ist breit gefächert und reicht von kleinen Schönheitsfehlern bis hin zu schweren, behindernden Erkrankungen. Neben körperlichem Unbehagen, Ausschlag, Schmerzen usw. können Patienten mit sichtbaren Läsionen Stigmatisierungen erfahren, die als Erfahrungen sozialer Missachtung, Diskreditierung oder Abwertung aufgrund eines Attributs oder körperlichen Merkmals beschrieben werden können. Sie können das soziale und persönliche Alltagsleben stark beeinträchtigen und psychologische Folgen wie Depressionen und Angstzustände haben. Chronisch entzündliche Erkrankungen mit Immundysregulation sind eine besondere Gruppe von Hautkrankheiten, die vor allem in schweren Fällen systemisch mit immunsupprimierenden Medikamenten behandelt werden. Diese Fälle würden von einer topischen Behandlung stark profitieren, da die systemische Immunsuppression, die zu einem höheren Infektions- und Krebsrisiko führt, reduziert wird. Die Entwicklung wirksamer Behandlungen für beide Erkrankungen wird durch die Grenzen der vorhandenen Materialien und Modelle behindert. Im Rahmen des PATCH-Projekts werden wir uns auf Keloide und Psoriasis-bedingte Läsionen konzentrieren, die beide chronische Entzündungszustände und besondere Herausforderungen in der Dermatologie darstellen. Das übergreifende Ziel des PATCH-Projekts ist die Entwicklung und biologische Beschreibung neuartiger, maßgeschneiderter bioaktiver Nanofasermaterialien mit regenerativer, immunsuppressiver und entzündungshemmender Wirkung bei Hautläsionen. Die fortschrittlichen Materialien werden durch einen Prozess hergestellt, bei dem die Biotechnologie mit konventionellen Verarbeitungstechniken (additive Fertigung, Gefriertrocknung, Mikroverkapselung) kombiniert wird. Um die Materialentwicklung in einem sehr frühen Entwicklungsstadium zu unterstützen und zu lenken, werden fortgeschrittene Modelle für Ex-vivo-Tests in Kombination mit biologischen In-vitro-/In-vivo-Tests verwendet, die eine optimale, relevante, kosteneffiziente und patientenzentrierte Technologieplattform bilden. Das PATCH-Projekt wird von einem hoch motivierten, interdisziplinären, multinationalen und multisektoralen Konsortium durchgeführt, das drei Partner aus drei Ländern umfasst, darunter eine Universität (Universität Maribor UM, Slowenien), ein Krankenhaus (Charite CH, Berlin, Deutschland) und ein Forschungsinstitut (Institut für medizinische Forschung und Arbeitsmedizin IMI, Zagreb, Kroatien) mit Fachkenntnissen in der Entwicklung fortschrittlicher Bionanomaterialien (UM) und biologischer In-vitro- und In-vivo-Tests (IMI) sowie der Entwicklung von Ex-vivo-Testmodellen und Protokollen (CH).
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Internationaler Bezug
Kroatien, Slowenien
Kooperationspartnerinnen
Professorin Dr. Mariastefania Antica; Professorin Dr. Selestina Gorgieva
