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Naiver Realismus, Kognitionswissenschaft und philosophische Methode

Antragsteller Dr. David Zapero
Fachliche Zuordnung Theoretische Philosophie
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 566024028
 
In der jüngeren Auseinandersetzung mit Fragen über die sinnliche Wahrnehmung haben Ansätze eine besonders wichtige Rolle gespielt, die diese Fragen durch Rückgriff auf unsere „vortheoretische“ Vorstellung der sinnlichen Wahrnehmung zu beantworten versuchen. Die Kontroversen um diesen sog. naiven Realismus können größtenteils auf unterschiedliche methodologische Grundannahmen zurückgeführt werden. Diese unterschiedlichen Grundannahmen betreffen in erster Linie die Rolle, die den Kognitionswissenschaften – der Kognitionspsychologie und der kognitiven Neurowissenschaft – bei der Beantwortung der betreffenden Fragen zukommt. Überraschenderweise werden jedoch in gegenwärtigen Debatten diese methodologischen Grundannahmen, und auch das Verhältnis zu den Kognitionswissenschaften, kaum erörtert. Das Projekt soll dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Ziel des Projekts ist es, (1) die methodologischen Grundannahmen des naiven Realismus und (2) sein Verhältnis zu den Kognitionswissenschaften zu untersuchen. Es soll gezeigt werden, dass der naive Realismus nicht nur mit dem aktuellen Stand der Forschung in den Kognitionswissenschaften kompatibel ist, sondern auch, dass er zur Klärung der philosophischen Bedeutung von einer Reihe von Ergebnissen beitragen kann – u.a. Ergebnisse in der Forschung zur Agnosie, zur unbewussten Wahrnehmung und zur Grenze zwischen Wahrnehmung und Kognition.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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