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Regionale Deutungen religiöser Transformation: Die Reformation aus der Sicht klösterlicher Zeitchronistik in Süddeutschland

Fachliche Zuordnung Katholische Theologie
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 566531293
 
Das hier beantragte Projekt nimmt die Reformation als Transformationsprozess in Süddeutsch-land und aus süddeutscher Perspektive in den Blick. Es analysiert dabei die Wahrnehmung und Deutung der Reformation durch nicht-reformatorische ("altgläubige") Zeitgenossen. Hierzu werden Werke klösterlicher "Zeitgeschichtsschreibung" des 16. Jahrhunderts herangezogen und näher untersucht, die von gebildeten Ordensleuten verfasst wurden und in der Forschung zur Reformation bislang kaum Beachtung gefunden haben. Ziel des Projektes ist es, besser verstehen und nachvollziehen zu können, in welchen Kategorien, mit welcher Intention, mit welchen persuasiven Strategien und für welche Leserschaft(en) die erlebten historischen Umbrüche der eigenen Lebenszeit von bestimmten Zeitchronisten, wie beispielsweise Kilian Leib, aufgeschrieben, eingeordnet und gedeutet wurden. Da die aktuelle Forschung in der Regel die reformatorische Seite fokussiert, wird das Projekt einen wesentlichen Beitrag durch den Perspektivenwechsel auf die Seite möglicher "Reformverlierer", durch die Erschließung bislang unberücksichtigter Quellen sowie durch die konsequente Verortung in der Landesgeschichte bieten.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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