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Die Auswirkungen freiwilliger Sicherheitskennzeichnungen für IoT-Produkte auf die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher: Mediations-, Moderations- und Spillover-Effekte
Antragstellerinnen
Dr. Zinaida Benenson; Professorin Dr. Nicole Koschate-Fischer
Fachliche Zuordnung
Sicherheit und Verlässlichkeit, Betriebs-, Kommunikations- und verteilte Systeme
Förderung
Förderung seit 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 566533114
Verbraucherprodukte des Internets der Dinge (IoT) erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Schwere Sicherheitslücken bei vielen IoT-Produkten und schwerwiegende Cyberangriffe wie das Mirai-Botnetz machen jedoch strengere Sicherheitsvorschriften erforderlich. Die Produktkennzeichnung ist ein weit verbreitetes Regulierungsinstrument und wurde kürzlich von vielen Rechtssystemen für das IoT vorgeschlagen, einschließlich des EU-Cybersicherheitsgesetzes 2019 (Artikel 56), das eine freiwillige Sicherheitszertifizierung vorschreibt. Auch das deutsche IT-Sicherheitsgesetz 2.0 § 9c definiert ein freiwilliges Sicherheitskennzeichen, das inzwischen vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik umgesetzt wurde. Allerdings bleibt unklar, inwieweit freiwillige Sicherheitskennzeichen Anreize für IoT-Hersteller bieten, sicherere IoT-Produkte zu produzieren. Um diese Forschungslücke zu schließen, untersuchen wir die Auswirkungen freiwilliger Sicherheitskennzeichen auf die Zahlungsbereitschaft für IoT-Produkte. Wir betrachten einen Moderator (wahrgenommenes Sicherheitsrisiko) und drei Mediatoren (wahrgenommene Autonomie, Zugänglichkeit sicherheitsbezogener Gedanken, Produkttyp) für die Beziehung zwischen freiwilligen Sicherheitskennzeichen und Zahlungsbereitschaft für IoT-Produkte. Darüber hinaus untersuchen wir die Spillover-Effekte von freiwilligen Sicherheitskennzeichen auf Konkurrenzprodukte. Zu diesem Zweck führen wir mehrere kontrollierte Online-Experimente und die entsprechenden Vorstudien durch. Die Untersuchung von Faktoren, die die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher für IoT-Produkte mit freiwilligen Sicherheitskennzeichen erhöhen, ist notwendig, um evidenzbasierte wirtschaftliche Anreize für IoT-Hersteller zu schaffen, in die Sicherheitskennzeichen zu investieren. Dies kann zur Verbesserung der Sicherheit von IoT-Produkten führen, weil die IoT-Hersteller bestimmte IT-Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen, um ihre Produkte mit einem IT-Sicherheitskennzeichen zu kennzeichnen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
