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Verantwortliche Gestaltung von Ökosystemen Künstlicher Intelligenz - ein Vergleichsstudie zu UK und Deutschland

Fachliche Zuordnung Praktische Philosophie
Empirische Sozialforschung
Wissenschaftsgeschichte
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 566569111
 
Fragen zu ethischen Aspekten der KI bestimmen die akademischen Diskurse sowie die nationale Politik, Fach- und Organisationsdiskussionen. Die Konzeptualisierung von KI als sozio-technische Ökosysteme ist weit verbreitet, aber ihre Auswirkungen auf Fragen der Ethik und Verantwortung sind nicht gut verstanden. Das ROSALIE-Projekt wird einen entscheidenden Beitrag zu Diskussionen über Ethik und Verantwortung in der KI leisten, indem es eine konzeptionell fundierte und empirisch fundierte Analyse darüber liefert, wie Verantwortung in verschiedenen KI-Ökosystemen wahrgenommen, zugeschrieben und umgesetzt wird. Es wird eine vergleichende Studie durchgeführt, in der die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen deutschen und britischen KI-Ökosystemen untersucht werden, um die bestimmenden Merkmale solcher Ökosysteme zu ermitteln, die die Verantwortung beeinflussen. Die vergleichende Methodik wird durch eine konzeptionelle Analyse normativer Positionen in der KI-Ethik untermauert. Ergänzt wird dies durch eine Stakeholderanalyse und eine detaillierte Untersuchung der Forschungs- und Finanzierungsbedingungen (30 Experteninterviews, 15 je Land; 3 Stakeholder Fokusgruppen mit Teilnehmenden beider Länder). Das Projekt wird jeweils fünf detaillierte Fallstudien von relevanten Organisationen in Großbritannien und Deutschland durchführen (Dokumentenanalyse sowie 3-5 Interviews pro Fall). Die vergleichende Gesamtanalyse der KI-Ökosysteme in Großbritannien und Deutschland (dazu u.a. auch zwei Workshops mit 3-5 Expert:innen je Land) und ihrer Bestandteile wird Antworten auf die Forschungsfragen liefern, wie KI-Ökosysteme in Bezug auf spezifische kulturell-institutionelle Rahmenbedingungen entstehen und wie ethische und verantwortungsbezogene Fragen in solchen Ökosystemen identifiziert, interpretiert und bearbeitet werden.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Großbritannien
Mitverantwortlich(e) Professorin Dr. Saskia K. Nagel
 
 

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