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Vom Flämmchen zur Flamme: Wie Ischämie-Reperfusionsverletzung und CMV-Reaktivierung chronische Lungentransplantat-Dysfunktion induzieren

Antragstellerin Dr. Annika Schmidt
Fachliche Zuordnung Pneumologie,Thoraxchirurgie
Immunologie
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 566593497
 
Die Lungentransplantation ist eine lebensrettende Option für von terminalen Lungenerkrankungen Betroffene, jedoch durch Komplikationen wie primäre Transplantatdysfunktion (PGD) und chronische Lungentransplantatdysfunktion (CLAD) eingeschränkt. PGD, ausgelöst durch eine Ischämie-Reperfusionsverletzung (IRI), ist die Hauptursache für frühe Mortalität, während CLAD die Langzeitprognose verschlechtert. Eine Reaktivierung von Cytomegalovirus (CMV) verstärkt immunologische Dysregulationen und fördert Transplantatschäden. Dieses Projekt untersucht das Zusammenspiel von IRI, CMV-Reaktivierung und Immunzelldynamik mit Fokus auf adaptive NK-Zellen und Makrophagen-Subtypen. Mithilfe von Mausmodellen und klinischen Proben sollen Mechanismen der Transplantatschädigung analysiert und therapeutische Zielstrukturen identifiziert werden, um immunvermittelte Schäden zu mindern und Langzeitergebnisse zu verbessern. Dieses Projekt bietet eine umfassende Ausbildung für die Entwicklung einer eigenständigen Chirurgin-Wissenschaftlerin. Die Bewerberin erhält praktische Erfahrung mit hochdimensionaler Durchflusszytometrie, Einzelzell-RNA-Sequenzierung und räumlicher Transkriptomik. Ergänzt wird dies durch Kurse in Bioinformatik, Statistik und translationalem Forschungsdesign. Führende Expert:innen der Lungentransplantationsimmunologie stehen als Mentor:innen zur Verfügung und begleiten die Bewerberin bei der Versuchsplanung und Karriereentwicklung. Regelmäßige Labortreffen, Journalclubs und internationale Konferenzen, darunter die ISHLT, ermöglichen kontinuierlichen Kompetenzaufbau und Netzwerken. Die Forschung findet im Lungentransplantations-Forschungslabor der UCSF statt, das für seinen multidisziplinären Ansatz und translational starke Programme bekannt ist. Die Bakar-ImmunoX-Initiative stellt modernste Technologien bereit und fördert interdisziplinäre Zusammenarbeit. Ein breites Biorepository mit klinischen Proben und der Zugang zu einer vielfältigen Patient:innenpopulation ermöglichen eine exzellente Forschungsinfrastruktur. Diese Kombination aus Ressourcen, Mentoring und interdisziplinärer Vernetzung bildet die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts und langfristige Beiträge der Bewerberin zur Transplantationswissenschaft.
DFG-Verfahren WBP Stipendium
Internationaler Bezug USA
 
 

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