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Multiple Werte gegenüber Urbaner Wildsammlung
Antragstellerin
Dr. Isabel Díaz Reviriego
Fachliche Zuordnung
Agrarökonomie, Agrarpolitik, Agrarsoziologie
Empirische Sozialforschung
Ethnologie und Europäische Ethnologie
Humangeographie
Ökologie und Biodiversität der Pflanzen und Ökosysteme
Empirische Sozialforschung
Ethnologie und Europäische Ethnologie
Humangeographie
Ökologie und Biodiversität der Pflanzen und Ökosysteme
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 566760671
Forschungskontext. Städtische Initiativen bergen ein großes Potenzial für multidimensionale Veränderungen hin zu nachhaltigen Ernährungssystemen. Die urbane Wildsammlung – das Sammeln von nicht oder kaum bewirtschafteten Pflanzen und Pilzen auf öffentlichen Grünflächen in Städten – spielt weltweit eine wichtige Rolle für die Beschaffung von Lebensmitteln und die Ernährung. Studien über urbane Ernährungssysteme haben sie jedoch vernachlässigt, wodurch das Verständnis über urbane Wildsammlung mangelhaft ist. Fallstudien haben außerdem gezeigt, dass unterschiedliche Wertesysteme und konkurrierende Interessen in Bezug auf die Nutzung öffentlicher Grünflächen in Städten zu Konflikten zwischen Sammler*innen, Grünflächenverwalter*innen und Bürger*innen führen können, was die urbane Wildsammlung einschränkt. Ziele der Forschung. Diese Forschung zielt darauf ab, das Verständnis und die Anerkennung für urbane Wildsammlung zu verbessern und ihre Bedeutung für die Transformation städtischer Ernährungssysteme in vier europäischen Städten zu untersuchen. Die Ziele sind: a. die menschlichen und nicht-menschlichen Komponenten der urbanen Wildsammlung – und ihre Interaktionen – zu identifizieren; b. die Wertvorstellungen der Sammler*innen in Bezug auf urbane Wildsammlung, die Orte der Wildsammlung und die gesammelten Arten, zu ermitteln; c. die Untersuchung widersprüchlicher Werte und Prioritäten in Bezug auf urbane Wildsammlung unter Stadtbewohner*innen; d. handlungsfähiges Wissen zu generieren, das die Harmonisierung widersprüchlicher Werte und Prioritäten in Bezug auf Wildsammlung in öffentlichen städtischen Grünflächen unterstützt, um die Transformation des Ernährungssystems hin zu essbaren Städten zu unterstützen. Methoden. Wir verwenden einen zukunftsweisenden Ansatz, der Assemblage-Ethnographie, Photovoice, kunstbasierte Fokusgruppen, Q-Methodologie, Online-Umfragen und Visionenworkshops vereint. Grad der Innovation. Dieses Projekt setzt neue Maßstäbe, indem es i) den Beitrag urbaner Wildsammlung zur Transformation der Ernährungssysteme durch eine Werteperspektive untersucht, ii) innovative visuelle, künstlerische und zukunftsorientierte Methoden anwendet, um neue Erkenntnisse über urbane Wildsammlung zu gewinnen, iii) partizipative und integrative Methoden zur Einbindung von Wildsammler*innen in den Forschungsprozess einsetzt, und iv) vergleichende Forschungsansätze in soziokulturell und geografisch unterschiedlichen europäischen Städten anwendet. Primär beteiligte Forscher, Christoph Schunko und Isabel Díaz-Reviriego verfügen über umfangreiche Erfahrungen an der Schnittstelle zwischen Wildpflanzen- und Ernährungssystemforschung. Darüber hinaus bringt Christoph einen ethnobotanischen Hintergrund über urbane Wildsammlung und Isabel einen Hintergrund über Gender und intersektionale Perspektiven in den Nachhaltigkeitswissenschaften in das Projekt ein. Sie bilden ein komplementäres Team, das ausgezeichnet geeignet ist, das vorgeschlagene Projekt zu leiten
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Internationaler Bezug
Österreich
Kooperationspartner
Professor Dr. Christoph Schunko
