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Brechts Gespenster - Theaterwissenschaftliche Theoriebildung im Ausgang des (Post-)Marxismus
Antragsteller
Dr. Hans Roth
Fachliche Zuordnung
Theater- und Medienwissenschaften
Förderung
Förderung seit 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 566958484
Die Nachwuchsforschungsgruppe untersucht die Rezeption und Revision von (post-)marxistischen Ansätzen in der deutschsprachigen Theaterwissenschaft als einem bislang weitgehend unerforschten Kapitel der jüngeren Fach- und Theoriegeschichte, das im Kontext des Kalten Krieges eng mit den Deutungskämpfen um das Erbe Bertolt Brechts verknüpft war. Das Projekt geht von der Beobachtung aus, dass die kritische Auseinandersetzung mit Brecht und anderen (post-)marxistischen Positionen nicht nur zur Entwicklung neuer Konzepte und Forschungsansätze beigetragen hat, sondern auch eine grundlegende Neuverortung des Faches im Spannungsfeld von Theorie und Praxis, Historiografie und Gegenwart, Kunst und Kultur angeregt hat. Ziel der beantragten Forschungsgruppe ist es, anhand einer vergleichenden Untersuchung der in der DDR entwickelten Theatralitätsforschung und des postdramatischen Ansatzes der sogenannten "Gießener Schule" ein grundlegendes Verständnis für diese theoriegeschichtlichen Zusammenhänge zu entwickeln. Die Nachwuchsforschungsgruppe geht in drei Unterprojekten der Frage nach, wie der Paradigmenwechsel vom Marxismus hin zu poststrukturalistischen und kulturwissenschaftlichen Positionen, die Etablierung eines genuin theaterwissenschaftlichen Theorieverständnisses und die Genese neuer ästhetischer Formen aufeinander eingewirkt haben.
DFG-Verfahren
Emmy Noether-Nachwuchsgruppen
