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Westliche Randstromzirkulation, AMOC, tropische Instabilitätswellen

Fachliche Zuordnung Physik, Chemie und Biologie des Meeres
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 567292779
 
Die geplante Forschungsfahrt hat zwei Hauptziele: 1) Die Bestimmung intrasaisonaler bis dekadischer Schwankungen der Zirkulation und Wassermassen im tropischen Atlantik. 2) Ein besseres Verständnis der Rolle tropischer Instabilitätswellen (TIWs) für Ozean-Atmosphären-Wechselwirkungen, die biologische Produktivität und den Kohlenstoffexport in die Tiefsee. Das erste Ziel soll durch den Austausch von Langzeitobservatorien an drei Standorten erreicht werden: am Kontinentalabhang vor der brasilianischen Küste bei 11°S, am Äquator bei 23°W und nördlich der Kapverden am Cape Verde Ocean Observatory (CVOO). Schiffsmessungen entlang von ~11°S mit CTD/O₂/lADCP/UVP-Stationen sowie kontinuierliche Messungen mit den Schiffs-ADCPs ergänzen die Verankerungsmessungen am westlichen Rand und sollen insbesondere langfristige Veränderungen der Wassermassen erfassen. Zusätzliche Stationsmessungen am Äquator und am CVOO sowie Strömungsmessungen mit den Schiffs-ADCPs entlang 23°W, über den Äquator bis zu den Kapverden, erweitern die Datenbasis der Langzeitobservatorien im tropischen Atlantik. Das zweite Ziel soll durch eine interdisziplinäre Prozessstudie in Bereichen mit starken Temperatur- und Produktivitätsfronten erreicht werden. Mesoskalige Variabilität in Form von TIWs, die entlang der Front zwischen kaltem äquatorialem Auftriebswasser und wärmerem Wasser im Norden propagieren, erzeugt durch Instabilitätsprozesse submesoskalige Variabilität. Diese beeinflusst das Windfeld und die Wärmeflüsse, löst lokale Vermischungsereignisse, Auftrieb und Subduktion an den Fronten aus und kann den Kohlenstofffluss in die Tiefe zeitweise verstärken. Im Rahmen dieser Prozessstudie, die im Gebiet zwischen 23°W und 12°W, etwas nördlich des Äquators, geplant ist, sollen mithilfe von Schiffsmessungen, Gleitern und frei driftenden Instrumenten physikalische, chemische und biologische Daten erhoben werden, um die frontale Dynamik der TIWs und deren Konsequenzen besser zu verstehen.
DFG-Verfahren Infrastruktur-Schwerpunktprogramme
Internationaler Bezug USA
Kooperationspartner Dr. Franz Philip Tuchen
 
 

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