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Finanzierung, Produktion und Verbreitung von Wissenschaft
Antragsteller
Professor Eugen Kovac, Ph.D.
Fachliche Zuordnung
Wirtschaftstheorie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 567439390
Ob in den Geistes- oder Naturwissenschaften, Forschungsarbeit umfasst drei zentrale Phasen: die Sicherstellung der Finanzierung, die Umsetzung von Forschungsbemühungen in verschiedenen Ansätzen und die Verbreitung von Wissen. Ziel dieses Projekts ist es, zu verstehen, wie institutionelle und wettbewerbsbedingte Faktoren die Entscheidungen von Forschenden in jeder dieser Phasen beeinflussen, um Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie das Umfeld, in dem diese Entscheidungen getroffen werden, verbessert werden kann. Das Projekt besteht aus drei Teilen, die jeweils einer dieser Phasen entsprechen. Die verwendeten Methoden stammen aus der Wirtschaftstheorie: dynamische Spieltheorie, zweiseitige Märkte und Innovationsfinanzierung. Im ersten Teil des Projekts untersuchen wir die Effektivität verschiedener Finanzierungsmodelle im Fall von offenen Ausschreibungen (bei denen Forschende ihr eigenes Thema wählen) und geschlossenen Ausschreibungen (bei denen sie sich auf ein vorgegebenes Thema bewerben). Ziel ist es, für beide Finanzierungsformen die Bedingungen zu finden, unter denen sie zu Verzerrungen führen können, wie die Überschätzung erwarteter Ergebnisse, die Wahl zu riskanter Projekte oder die Diskrepanz zwischen ursprünglichen Zielen und tatsächlich erreichten Ergebnissen. Anschließend werden wir Lösungen zur Korrektur dieser Verzerrungen erarbeiten. Der zweite Teil des Projekts befasst sich einerseits damit, wie Forschende ihre Forschungsbemühungen zwischen mehr oder weniger riskanten Ansätzen aufteilen, basierend auf ihrer Einschätzung der Wettbewerbsintensität. Andererseits wird untersucht, welche Rolle Transparenz in der wissenschaftlichen Produktion bei dieser Entscheidung spielt. Diese Phase ist entscheidend, um die strategischen Entscheidungen von Forschenden angesichts verschiedener Unsicherheiten bezüglich des Wettbewerbs besser zu verstehen, wie das Vorhandensein potenzieller Konkurrenten oder durch unvollständige Informationen über deren Ergebnisse. Im dritten Teil konzentrieren wir uns auf die Verbreitung wissenschaftlicher Fortschritte durch Fachzeitschriften. Im besonderen Kontext des wissenschaftlichen Publikationsmarktes wirft der Übergang zum Open Access Fragen zur Qualität der Veröffentlichungen auf. Eine mögliche Lösung, um Publikationen von schlechter oder sogar fehlerhafter Qualität entgegenzuwirken, ist die Verpflichtung zur Veröffentlichung von Codes und Daten. Wir möchten untersuchen, wie Fachzeitschriften ein solches System umsetzen können. Die Forschenden, die dieses Projekt leiten, sind Expertinnen und Experten für die Ökonomie der Wissenschaft und Innovation. Einige Mitglieder des Konsortiums haben bereits zusammengearbeitet, während andere neue Synergien schaffen wollen, indem sie die komplementären Fähigkeiten der verschiedenen Teilnehmenden nutzen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Internationaler Bezug
Frankreich
Partnerorganisation
Agence Nationale de la Recherche / The French National Research Agency
Kooperationspartnerinnen
Dr. Catherine Bobtcheff; Professorin Chantal Marlats, Ph.D.
