Detailseite
Ausländische Direktinvestitionen und Gewinnrepatriierung: Die mexikanisch-deutsche Erfahrung
Antragsteller
Professor Dr. Christof Parnreiter
Fachliche Zuordnung
Humangeographie
Wirtschaftspolitik, Angewandte Volkswirtschaftslehre
Wirtschaftspolitik, Angewandte Volkswirtschaftslehre
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 567651612
Das beantragte Projekt untersucht die Repatriierung von FDI-Profiten aus Mexiko, mit einem besonderen Fokus auf Profiflüsse nach Deutschland und, bezogen auf Sektoren, auf das verarbeitende Gewerbe. Profitrepatriierung ist trotz ihres Ausmaßes und entwicklungspolitischen Relevanz ein kaum untersuchtes Thema, weshalb dieses Projekt verspricht, eine große empirische Forschungslücke zu schließen und wertvolle wissenschaftliche und Policy-relevante Beiträge zur Entwicklungsforschung zu leisten. Konkret ist das Projekt in drei Arbeitspakete aufgeteilt, die sich verschiedener Methoden bedienen: AP1 untersucht auf Basis quantitativer Daten (u.a. aus den Zahlungsbilanzstatistiken der EU-Länder) die brutto und netto Flüsse von FDI-Profiten (deutsches Team); AP2 legt den Fokus auf Mexiko als profitsendendes Land, mit einem Fokus auf a) die Generierung der Gewinne, b) die Strategien, die zur Repatriierung führen, und c) warum der Rückfluss aus Mexiko zwar absolut sehr hoch, im Vergleich mit anderen developing economies aber relativ gering ist (mexikanisches Team); AP3 beschäftigt sich mit der Verwendung der repatriierten Profite in Deutschland und, auf mexikanischer Seite, über die volkswirtschaftlichen Konsequenzen des Profitabflusses. Das Ziel des Projektes ist die wissenschaftliche und politische Sichtbarmachung dieser direkten aber empirisch bislang völlig vernachlässigten Form des Werttransfers und das Anstoßen neuer Debatten über das (Unter-)Entwicklungspotential von FDI.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Internationaler Bezug
Mexiko
Partnerorganisation
Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM)
Kooperationspartner
Professor Dr. Roberto Valencia Arriaga
