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Digitalisierung der historischen Zeitungsausgaben der "Lüneburgschen Anzeigen" (1828-1944)
Antragsteller
Danny Kolbe
Fachliche Zuordnung
Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Förderung
Förderung seit 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 568125356
Mit der Digitalisierung der Zeitungsausgaben der "Lüneburgschen Anzeigen" sollen neben der genealogischen und heimatkundlichen Forschung besonders die Erforschung von wissenschaftlichen Desideraten in der Regional- und Landesgeschichte Norddeutschlands unterstützt werden. Ziel ist die Schaffung eines unbeschränkten Zugangs für die interessierte Öffentlichkeit zur damaligen Nachrichten- und Meinungsbildung im kultur- und politikhistorischen Kontext. Wichtig erscheint dabei die umfassende, digitale Abbildung der einstigen Rezeption von politischen und ökonomischen Begebenheiten in den „Lüneburgschen Anzeigen“. Die Bereitstellung der erzeugten Digitalisate in überregionalen Portalen und Recherchesystemen dient dem langfristigen Ziel, die bestehende Zusammenarbeit zu anderen Institutionen und Wissenschaftler:innen auszubauen. Die Ermöglichung von effektiveren Recherchen durch Volltextsuche wird durch die integrierte Worterkennung OCR gewährleistet. Zusätzlich wird angestrebt, die generierten Inhalte auch im pädagogischen Rahmen nutzbar zu machen. In der Umsetzung besteht die Absicht, Schüler:innen und Studierende von unterschiedlichen Bildungseinrichtungen anzusprechen. Durch die virtuelle Verfügbarkeit der „Lüneburgschen Anzeigen“ soll der digitale Unterricht durch adäquate Angebote gefördert werden, zum Beispiel im Rahmen der Erforschung zu Themen der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus im Regierungsbezirk Lüneburg. Das Arbeitsprogramm basiert auf der technischen Seite in der Auswahl und Nutzung adäquater Hard- und Software. Dazu können Erfahrungen aus vorangegangenen Digitalisierungsprojekten genutzt werden, wie diese v.a. bei der hausinternen Digitalisierung von über 13.000 Urkunden in den Jahren 2018 bis 2022 gewonnen wurden. Die gebundenen Zeitungsausgaben weisen in der Anzahl der einzelnen Seiten eine große Varianz auf. In der Regel enthält ein Band 153 Ausgaben und umfasst ein halbes Jahr, spätere Zeitungsbände liegen quartalsweise mit 76 Ausgaben vor. In der Frühzeit der „Lüneburgschen Anzeigen“ bis etwa 1890 enthält eine Ausgabe 4 Seiten, später zwischen 8 und 12 Seiten. Nach Begutachtung in der hauseigenen Restaurationswerkstatt soll die Digitalisierung der Zeitungsbände mit vorhandenem Scannerequipment umgesetzt werden. Dazu dient ein Aufsichtscanner der Marke Zeutschel OS Q0. Im Interesse der konservatorischen und bildtechnischen Anforderungen soll eine Buchwippe der Größe DIN A1 und eine aufgesetzte Buchstütze eingesetzt werden. Softwareseitig wird das Programm „Omniscan“ in dessen aktueller Version (derzeit: 12.14 SR1) für die Digitalisierung eingesetzt. Aufgrund der noch fehlenden Tiefenerschließung der Lüneburgschen Anzeigen sollen ausgewählte Basisdaten aus dem Strukturdatenset und dem Basisdatenset der DFG bereitgestellt werden. Die Katalogisierung der Zeitungen erfolgt mithilfe der Browseranwendung ZDB WebCat. Dazu wird am Anfang des Projekts über dieses Tool die Digitalisierungsabsicht veröffentlicht.
DFG-Verfahren
Digitalisierung und Erschließung (Wiss. Literaturversorgung und Informationssysteme)
