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Auswirkungen gesteigerter Landnutzungsintensität auf die Biodiversität und Funktionen mikrobieller Eukaryonten und mikrobieller Nahrungsnetze im Grünland (MicroEuk)

Fachliche Zuordnung Mikrobielle Ökologie und Angewandte Mikrobiologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 568897364
 
Die Metatranskriptomdaten von BE_CENSE ermöglichen zum ersten Mal eine unverfälschte Auswertung der gesamten Vielfalt der Mikroeukaryoten in den Böden aller Grünland-EP-Flächen der Biodiversitätsexploratorien. Wir fokussieren hauptsächlich auf Protisten und verwenden merkmalsbasierte Gemeinschaftsanalysen, um die Artenvielfalt mit Funktionen im Ökosystem zu verknüpfen. Ein solch ganzheitlicher Ansatz kann im Vergleich zu Methoden, die einzelne taxonomische Gruppen von Protisten (Bakterien, Pilze und Nematoden) untersuchen, einzigartige Einblicke in die Auswirkungen der Landnutzungsintensität (LUI) liefern, da sich aus biotischen Interaktionen zwischen divergenten pro- und eukaryotischen Phyla ergebende Eigenschaften im Rahmen einer einzigen umfassenden Biodiversitätsanalyse durch Metatranskriptomik erfasst wurden. Darüber hinaus soll untersucht werden, welche Auswirkungen die Bodenart als Umweltfilter auf die Vielfalt und Funktionsweise von Protisten hat und wie sich der mit Hilfe der Röntgen-Mikro-Computertomographie ermittelte Porenraum des Bodens auf die Vielfalt und Funktionsweise von mikrobiellen Eukaryoten auswirkt. Generell wollen wir mit Hilfe der Analyse von Koinzidenznetzwerken mikrobielle Nahrungsnetze erforschen und Muster von Interaktionen zwischen Arten erkennen. Unter anderem wollen wir die Spezifität pilzfressender Protisten, die relativen Anteile bakterienfressender Protisten und die Assoziationen von räuberischen Bakterien und Pilzen mit ihren potenziellen Beuteorganismen in den BE_CENSE-Daten analysieren.
DFG-Verfahren Infrastruktur-Schwerpunktprogramme
 
 

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