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Effekte von Klima und Landnutzung auf die Biodiversität von Arthropoden in Totholz (BEClimWood-Bugs)

Fachliche Zuordnung Ökologie und Biodiversität der Pflanzen und Ökosysteme
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 569058832
 
Totholz ist ein wichtiger Kohlenstoff- und Nährstoffspeicher und Lebensraum für etwa ein Drittel aller Waldarten. Die Waldbewirtschaftung beeinflusst Abbauraten und Biodiversität im Totholz, indem sie die mikroklimatischen Bedingungen und die Habitatstruktur beeinflusst. Aber auch der Klimawandel und insbesondere Trockenperioden beeinflussen die Prozesse und Gemeinschaften im Totholz, da viele Arten bestimmte Feuchtigkeitsbedingungen benötigen. Unser Verständnis dieser Auswirkungen des Klimawandels ist jedoch nach wie vor begrenzt, da die mikroklimatischen Bedingungen im Totholz von verschiedenen Faktoren auf unterschiedlichen Skalen beeinflusst werden. Das Ziel von BEClimWood-Bugs ist es, besser zu verstehen, wie die Intensität der Waldnutzung und das Klima auf verschiedene Skalen Arthropodengemeinschaften in Totholz beeinflussen. Wir werden den Versuchsaufbau des neuen multi-site-Experiments BEClimWood nutzen, um drei Hauptfragen zu untersuchen: i) Was sind die interaktiven Effekte von Bodenkontakt und reduziertem Niederschlag auf Arthropodengemeinschaften in Totholz und wie unterscheiden sie sich zwischen makroklimatischen Regionen? ii) Unterscheiden sich die interaktiven Effekte von Bodenkontakt und reduziertem Niederschlag auf Arthropodengemeinschaften in Totholz zwischen unterschiedlichen Landnutzungsintensitäten? iii) Unterscheiden sich die interaktiven Effekte von Bodenkontakt, reduziertem Niederschlag und Landnutzungsintensität zwischen Arthropodengruppen? Wir werden Arthropoden aus allen Totholzstämmen von BEClimWood mit Hilfe von Stammeklektoren sammeln. Käfer werden klassisch durch Taxonomen bestimmt, während für andere Arthropodengruppen Metabarcoding eingesetzt wird. Dieser Ansatz liefert ein umfassendes Bild der Biodiversitätsmuster von Arthropoden und ihrer Treiber und deckt ein breites Spektrum bisher kaum untersuchter Taxa ab. Die Diversität der Arthropodengemeinschaften wird entlang der Hill-Serie quantifiziert, um mögliche Unterschiede zwischen den Reaktionen seltener und häufiger Arten zu untersuchen. Neben den Effekten der experimentellen Faktoren von BEClimWood werden wir weitere potenzielle Einflussfaktoren auf Arthropodengemeinschaften untersuchen, wie z. B. Unterschiede im Zersetzungsstadium oder in den Pilzgemeinschaften. Unsere Ergebnisse werden zu einem besseren Verständnis beitragen, wie sich Dürreperioden auf die Artenvielfalt von Arthropoden in Totholz auswirken und wovon diese Auswirkungen abhängen. Zusätzlich können Empfehlungen für die Waldbewirtschaftung abgeleitet werden, wie negative Auswirkungen von Dürren reduziert werden können. Darüber hinaus würden wir die Koordination des BEClimWood-Experiments übernehmen und Aufgaben koordinieren, die für alle Projekte, die mit diesem Experiment arbeiten, von Bedeutung sind. Hierzu gehört insbesondere der Auf- und Abbau der rain-out shelter, das Monitoring des Mikroklimas und die Organisation gemeinsamer Probenahmekampagnen zur Messung der Holzzersetzungsraten.
DFG-Verfahren Infrastruktur-Schwerpunktprogramme
 
 

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