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Als sich der Mongolisch-Okhotskische Ozean schloss – Klima und Flora im Jura der Süd-Mongolei
Antragstellerin
Privatdozentin Dr. Evelyn Kustatscher
Fachliche Zuordnung
Paläontologie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 569353694
Die Schließung des Mongolisch-Okhotskischen Ozeans (MOO) in der Jurazeit hatte beeinflusste das regionale Klima, die Sedimentationsmuster und die Zusammensetzung der Flora im Südost-Gobi-Becken der Mongolei stark. Dieser geotektonische Wandel trug zu einem Aridisierungstrend in Zentralasien bei. Aufgrund ihrer Lage an der Schnittstelle bedeutender phytogeographischer Provinzen bietet die Mongolei eine einzigartige Möglichkeit, die biotischen und ökologischen Folgen dieses Prozesses zu erforschen. Ziel des Projekts ist die Rekonstruktion der paläoökologischen, paläoklimatischen und floristischen Entwicklung der Region durch einen multidisziplinären Ansatz. Zum Einsatz kommen Analysen von Pflanzenfossilien und Pollenanalysen, Palynofazies- und Biomarkerstudien, Messungen stabiler Kohlenstoffisotope, hochauflösende sedimentologische und paläopedologische Untersuchungen sowie U-Pb CA-ID-TIMS-Datierungen vulkanischer Tufflagen. Diese Datensätze ermöglichen die Rekonstruktion von Klimaveränderungen, Vegetationsdynamiken und Pflanzenmigrationen. Darüber hinaus soll ein zyklostratigraphisches Modell entwickelt werden, das Milanković-Zyklen in lakustrinen und alluvialen Ablagerungen identifizieren kann. Die zentralen Projektziele sind: die Rekonstruktion von Vegetation, Klima und Beckenentwicklung während der MOO-Schließung im Jura, die Interpretation zyklischer Abfolgen von Kohleflözen und fluviatilen Sedimenten als Ausdruck klimabedingter Veränderungen, die Erfassung von Florenaustauschprozessen zwischen verschiedenen phytogeographischen Provinzen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Internationaler Bezug
Tschechische Republik
Mitverantwortlich
Professor Dr. Michael Krings
Kooperationspartnerinnen / Kooperationspartner
Jirina Daskova, Ph.D.; Dr. Jiri Kvacek; Roland Nádaskay, Ph.D.; Professor Dr. Stanislav Oplustil
