Detailseite
Die kardioprotektive Funktion von Programmed cell death protein 1 ligand 1 (PD-L1) im reperfundierten akuten Myokardinfarkt
Antragsteller
Dr. Lars Michel
Fachliche Zuordnung
Kardiologie, Angiologie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 569508066
Programmed cell death protein 1 (PD-1) hemmt die Aktivität von T Zellen durch Bindung an seinen Liganden PD-L1 auf peripheren Geweben und verhindert so eine überschießende Inflammation. PD-L1 könnte so das Herz vor schädlichen Immunreaktionen bei kardiovaskulären Erkrankungen schützen. Präklinische Daten deuten zunehmend auf eine protektive Funktion von PD-L1 im reperfundierten akuten Myokardinfarkt (repAMI) hin. Das Ziel des Projekts ist die Analyse von PD-L1 im repAMI. Auf Basis einer Analyse von Regulation, beteiligten Signalwegen und transkriptionellen Effekten wird PD-L1 als Serummarker und als Ziel eines kardioprotektiven Therapieansatzes untersucht. Mithilfe von in vitro- und in vivo-Modellen werden die Dynamik der PD-L1-Expression und die zentrale Regulation im repAMI analysiert. Ein Fokus liegt auf dem intrazellulären Transport zwischen verschiedenen Zellkompartimenten und dessen Auswirkungen, sowie den Effekten von nukleärem PD-L1 auf das kardiale Transkriptom. Eine gezielte Augmentation der PD-L1-Expression durch epigenetische Therapie wird als kardioprotektiver Ansatz evaluiert. Im translationalen Teil der Studie wird lösliches PD-L1 als Serummarker bei Patient:innen mit repAMI analysiert. Das geplante Projekt hat ein hohes Potential für die Entwicklung innovativer kardioprotektiver Strategien und könnte zu neuen relevanten Erkenntnissen zu Funktion und Regulation von kardialem PD-L1 als Basis für zukünftige Forschung führen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
