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Eine Multizentrische Cluster-randomisierte Studie zur Förderung der Inanspruchnnahme der medizinischen Versorgung nach opportunistischem Screening bei Erwachsenen auf hohen Blutdruck oder Vorhofflimmern
Antragstellerin
Dr. Amelie Ohlrogge
Fachliche Zuordnung
Kardiologie, Angiologie
Public Health, Gesundheitsbezogene Versorgungsforschung, Sozial- und Arbeitsmedizin
Public Health, Gesundheitsbezogene Versorgungsforschung, Sozial- und Arbeitsmedizin
Förderung
Förderung seit 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 570009363
Bluthochdruck und Vorhofflimmern sind sowohl in der deutschen als auch in der australischen Bevölkerung weit verbreitet, werden jedoch häufig nicht erkannt und nicht adäquat behandelt. Dies führt zu einer hohen Zahl potenziell vermeidbarer Herz-Kreislauf-Erkrankungen und daraus resultierenden Todesfällen. Die rechtzeitige Diagnose und angemessene Behandlung beider Krankheiten sind unerlässlich, um Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinsuffizienz oder Herzinfarkt und Todesfälle infolge dieser Erkrankungen zu verhindern. In opportunistischen Screening-Programmen wie dem May Measurement Month werden Erwachsene freiwillig auf diese Krankheiten untersucht. Wird jedoch im Screening eine Auffälligkeit festgestellt müssen sich die Betroffenen aktiv an das Gesundheitssystem wenden. Studien haben gezeigt, dass die Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung nach Screeningprogrammen gering ist. Dennoch gibt es nur wenige Erkenntnisse über Methoden zur Verbesserung dieses kritischen Verhaltens bei der Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung. In dem vorgeschlagenen Projekt wollen wir in einem kollaborativen Prozess gemeinsam mit Patienten und Experten optimiertes Informationsmaterial entwerfen. In einer multizentrischen, cluster-randomisierten Studie, die in den May Measurement Month in Australien eingebettet ist, soll die Auswirkung dieses gemeinsam gestalteten Informationsmaterials auf das Verhalten bei der Inanspruchnahme von medizinischer Versorgung im Vergleich zum Standardstudienmaterial nach dem Screening auf Bluthochdruck und Vorhofflimmern untersucht werden. Außerdem soll die Prävalenz von unerkanntem oder unzureichend kontrolliertem Bluthochdruck oder Vorhofflimmern in dieser nicht ausgewählten Stichprobe der australischen Bevölkerung ermittelt werden. Zudem wollen wir die wirtschaftlichen Kosten und den Nutzen der Einführung eines solchen Screening-Programms analysieren. Die Ergebnisse dieser Studie werden künftige Bluthochdruck- und Vorhofflimmer-Screening-Programme informieren um sicherzustellen, dass Personen mit diesen Erkrankungen effektiv in die Behandlungspfade integriert werden.
DFG-Verfahren
WBP Stipendium
Internationaler Bezug
Australien
Gastgeberin
Professorin Aletta Schutte, Ph.D.
