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Machtverhältnisse im Biodiversitätsschutz analysieren und transformieren: Integration von Erkenntnissen aus sozialen Wandelbewegungen (POWERSHIFT)

Fachliche Zuordnung Ökologie und Biodiversität der Pflanzen und Ökosysteme
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 570012973
 
POWERSHIFT adressiert die komplexen sozial-ökologischen Herausforderungen im Biodiversitätsschutz, indem es Machtverhältnisse als zentralen, aber oft vernachlässigten Faktor untersucht. Macht beeinflusst, wessen Stimmen gehört werden, wessen Interessen dominieren und wie Schutzmaßnahmen ausgestaltet werden. Trotz der Dringlichkeit, Biodiversitätsverlust zu stoppen, vernachlässigen viele Ansätze die strukturelle Rolle von Macht. POWERSHIFT führt das Konzept eines „Strategie-Ökosystems“ ein, das die Rollen vielfältiger Akteure – lokal bis global – verknüpft und Wege aufzeigt, wie Netzwerke gerechtere und wirkungsvollere Strategien entwickeln können. Ziel ist es zu verstehen, wie Macht innerhalb und zwischen Initiativen wirkt, soziale und ökologische Ergebnisse prägt und wie sie neu austariert werden kann. Unser interdisziplinäres Team verbindet Soziologie, Ökologie und Politikwissenschaft für wissenschaftlich fundierte, praxisnahe Ergebnisse. AP1 analysiert Machtverhältnisse auf verschiedenen Ebenen mithilfe qualitativer und quantitativer Methoden sowie Fallvergleichen. Es beleuchtet die Wechselwirkungen verschiedener Machtformen in Naturschutzkontexten. AP2 überführt diese Erkenntnisse in transdisziplinäre Praxis, z. B. durch Workshops, in denen gemeinsam strategische Szenarien entwickelt und Machtasymmetrien reflektiert werden. AP3 stärkt adaptive Kapazitäten durch Action Learning Sets, unterstützt lokale Akteure und fördert reflexive Praxis inklusive der Selbstreflexion der Forschenden. AP4 fasst die Ergebnisse zusammen, richtet sich an politische Entscheidungsträger:innen und testet übertragbare Strategien zur Machtminderung in unterschiedlichen sozial-ökologischen Kontexten. POWERSHIFT schafft Wissen darüber, wie festgefahrene Machtasymmetrien verschoben werden können. Der mehrstufige, reflexionsbasierte Ansatz sowie der Fokus auf transnationale und transdisziplinäre Kooperation fördern gerechte, nachhaltige Naturschutzstrategien und leisten einen Beitrag zur systemischen Transformation.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Frankreich, Österreich, Schweden
 
 

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