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Minderung der Bedrohung durch invasive Anopheles stephensi und Artemisinin-Resistenz
Antragstellerin
Professorin Dr. Victoria Ingham
Fachliche Zuordnung
Parasitologie und Biologie der Erreger tropischer Infektionskrankheiten
Allgemeine Genetik und funktionelle Genomforschung
Klinische Infektiologie und Tropenmedizin
Allgemeine Genetik und funktionelle Genomforschung
Klinische Infektiologie und Tropenmedizin
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 570118771
Nach einem Jahrzehnt beachtlicher Erfolge bei der Malariabekämpfung sind neue biologische Bedrohungen aufgetaucht, die diese Bemühungen untergraben und Malaria in bisher nicht betroffene Bevölkerungsgruppen einschleppen könnten. Am Horn von Afrika ist kürzlich ein invasiver Malariaüberträger, Anopheles stephensi, aufgetaucht, der wahrscheinlich zu großen, tödlichen Ausbrüchen in städtischen Gebieten beiträgt, die zuvor malariafrei waren. Darüber hinaus sind in der Region kürzlich Parasiten des Plasmodium falciparum aufgetreten, die teilweise resistent gegen das wichtigste Malariamedikament Artemisinin sind, was die Wirksamkeit der Behandlung gefährdet. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit dieser resistenten Parasiten hängt von ihrer Fähigkeit ab, die lokalen Vektoren zu infizieren und zu übertragen, sowie von ihrer Überlebensfähigkeit im Wettbewerb mit anderen endemischen P. falciparum -Parasiten in einem sich wandelnden Umfeld, das durch zunehmende Urbanisierung und globale Erwärmung geprägt ist. Im Rahmen von RESILIENCE werden wir die Übertragungskompetenz invasiver An. stephensi -Mücken bestimmen und ein umfassenderes Verständnis ihrer Biologie gewinnen, einschließlich ihrer Resistenz gegen Insektizide, ihres Verhaltens und ihrer Überlebensstrategien in einem sich erwärmenden Klima. Darüber hinaus werden wir die Auswirkungen von Mutationen, die für die Artemisininresistenz verantwortlich sind, auf die Fitness von Malariaparasiten, ihre Fähigkeit, Behandlungen zu überleben, der klonalen Konkurrenz im menschlichen und im Mückenstadium entgegenzuwirken und ihre Übertragungskompetenz in lokalen und invasiven Mücken bestimmen. Die im Rahmen dieses Projekts gewonnenen Daten werden zu einem besseren Verständnis der Möglichkeiten zur Bekämpfung dieses invasiven Mückenvektors und zu umfassenderen Erkenntnissen über die klonale Ausbreitung von Artemisinin-resistenten Parasiten führen, die beide die Malariabekämpfung in Ostafrika gefährden.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Internationaler Bezug
Niederlande
Kooperationspartner
Dr. Jan Teun Bousema
